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Air-Berlin-Bieter Wöhrl „entsetzt“ über Entscheidung pro Lufthansa

Air-Berlin-Bieter Hans Rudolf Wöhrl ist mit der Vorentscheidung zugunsten der Lufthansa nicht einverstanden. Es habe zu keinem Zeitpunkt ernsthaftes Interesse an einer anderen Lösung gegeben, kritisiert er.
22.09.2017 - 12:55 Uhr Kommentieren
Die Lufthansa konnte sich einen Großteil der insolventen Airline sichern. Quelle: dpa
Air Berlin

Die Lufthansa konnte sich einen Großteil der insolventen Airline sichern.

(Foto: dpa)

Berlin Im Air-Berlin-Insolvenzverfahren hat der unterlegene Bieter Hans Rudolf Wöhrl empört auf die Vorentscheidung zugunsten der Lufthansa reagiert. Man habe „zu keinem Zeitpunkt ernsthaft eine andere Lösung als die Zerschlagung und die Zuteilung der Fragmente an Lufthansa und einige weitere Bieter“ verfolgt, kritisierte der Geschäftsmann am Freitag. Das von seiner Intro-Verwaltung erarbeitete Konzept sei nie ernsthaft geprüft und gezielt diffamiert worden.

Erschwerend sei hinzugekommen, dass in dem Verfahren die Kommunikation der Bieter untereinander verboten gewesen sei, monierte der einstmalige Besitzer der in Air Berlin aufgegangenen Airlines LTU und Deutsche BA. Gerade die Zusammenarbeit sei aber ein elementarer Bestandteil für die vorgeschlagene Gesamtlösung gewesen. Wöhrl hatte als erste Kaufpreisquote für das gesamte Unternehmen 50 Millionen Euro geboten und weitere 450 Millionen Euro bei einem geschäftlichen Erfolg seines Chartekonzepts in Aussicht gestellt.

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Er sei „persönlich entsetzt“, was in diesem Land möglich sei, schrieb Wöhrl in einer Mitteilung. Er kündigte zunächst keine Klage gegen die Entscheidung des Gläubigerausschusses an, sondern erklärte: „Als schon fast ehrverletzend betrachten wir die Äußerung, dass wir dieses Angebot nur gemacht hätten, um uns an einer 'Strafzahlung' für den Fall, dass wir auf gerichtliche Schritte verzichten, schadlos halten wollten.“

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