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Air Berlin Kartellamt hat Veto gegen komplette Übernahme

Die Bundesregierung erachtet einem Bericht zufolge eine alleinige Übernahme der insolventen Fluglinie Air Berlin für unmöglich. Laut Wirtschaftsministerin Zypries sei die Regierung in den Verkauf nicht involviert.
09.09.2017 - 17:08 Uhr Kommentieren
„Die Politik ist nicht an den Verkaufsverhandlungen beteiligt“, sagte die Bundeswirtschaftsministerin. Quelle: dpa
Brigitte Zypries

„Die Politik ist nicht an den Verkaufsverhandlungen beteiligt“, sagte die Bundeswirtschaftsministerin.

(Foto: dpa)

Berlin Die Regierung hält sich nach den Worten von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries aus der Aufteilung der insolventen Fluglinie Air Berlin heraus. „Die Politik ist nicht an den Verkaufsverhandlungen beteiligt“, sagte die SPD-Politikerin dem Magazin „Focus“. „Das entscheiden das Unternehmen und der Insolvenzverwalter.“ Zypries versicherte, „dass sich alle ernsthaften Interessenten um die Anteile bewerben können“.

Die „Welt am Sonntag“ berichtete am Samstag vorab, in der Bundesregierung werde eine komplette Übernahme von Air Berlin durch eine andere Fluggesellschaft wie der Lufthansa aus kartellrechtlichen Gründen für nicht möglich erachtet.

Zypries wies Befürchtungen zurück, die Steuerzahler blieben auf dem vom Bund verbürgten 150-Millionen-Euro-Kredit der KfW an die Airline sitzen. „Wir gehen fest davon aus, dass genügend Erlöse aus dem Verkauf der Vermögenswerte erzielt werden, um den Kredit zurückzuzahlen“, sagte die Ministerin. „Die vielen Interessenten zeigen, dass sie an die Zukunft des Unternehmens mit neuen Partnern glauben.“ Nicht zuletzt handele es sich bei dem Notkredit für Air Berlin um „einen Massekredit, das heißt, dass die Bundesregierung vorrangig im Insolvenzverfahren bedient wird“. Hätte der Bund nicht für einen Kredit gebürgt, wäre „ein geordneter Verkauf der Vermögenswerte“ nicht möglich gewesen.

Interessenten können noch bis zum 15. September ein Angebot für die Airline als Ganzes oder für Teile abgeben. Als potenzielle Käufer werden etwa die Lufthansa, die Thomas-Cook-Tochter Condor und der britische Billigflieger EasyJet gehandelt. Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Matthias Machnig, sagte laut „WamS“, eines der Ziele des Bundes sei, dass nach dem Verschwinden der Air Berlin im deutschen Luftverkehr „der Wettbewerb sichergestellt ist“.

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    Dem Air-Berlin-Management wäre der Zeitung zufolge ein Verkauf der Airline-Reste an einen einzigen Interessenten die liebste Lösung: „Wenn ein Bieter alles übernehmen würde, wäre das ideal“, sagte ein Manager der Airline laut „WamS“. „Je kleinteiliger Vermögenswerte abgestoßen werden, desto schwieriger wird es für uns.“

    • rtr
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