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Air-Berlin-Partner Etihad und Air France machen Ernst

Der Air-Berlin-Großaktionär peilt bei Langstreckenflügen eine engere Zusammenarbeit mit der französischen Air France-KLM an. Im Zuge des Abkommens sollen die Flugpläne der Gesellschaften aufeinander abgestimmt werden.
05.07.2012 - 09:03 Uhr Kommentieren
Flieger des Air-Berlin-Großaktionärs Etihad Airways. Quelle: dpa

Flieger des Air-Berlin-Großaktionärs Etihad Airways.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Air-Berlin-Großaktionär Etihad Airways will bei Langstreckenflügen eng mit Air France-KLM zusammenarbeiten. „Wir verhandeln zurzeit über ein Codesharing-Abkommen und glauben, das ist auch eine gute Basis für weiterführende Verhandlungen“, sagte Etihad-Chef James Hogan der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Im Zuge dieses Abkommens würden die Fluggesellschaften ihre Flugpläne auf Langstreckenrouten aufeinander abstimmen. Zudem stünden auch die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens sowie die Koordination von Zubringerflügen für die Hauptverbindungen zwischen Paris und dem Etihad-Drehkreuz Abu Dhabi zur Debatte, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Verhandlungsteilnehmer.

Ob und wann die Verbindung mit der französisch-niederländischen Fluglinie durch eine Kapitalbeteiligung flankiert werde, ließ Hogan offen. „Wir tasten uns bei Air France langsam vor“, sagte er. „Wie bei einer ordentlichen Hochzeit wollen wir erst die Verlobung besiegeln.“

Die nicht börsennotierte Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat sich zuletzt an zahlreichen Rivalen beteilig. An der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin hält Etihad knapp 30 Prozent, an Aer Lingus zwei Prozent. Den Anteil an der irischen Fluggesellschaft wolle Etihad nicht verkaufen, sagte Hogan der „Financial Times“ (Donnerstagausgabe). Der Billigflieger Ryanair will Aer Lingus für knapp 700 Millionen Euro übernehmen, stößt dabei aber auf Widerstand der Iren.

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    Air France hatte bereits Anfang März angekündigt, mit Etihad über eine Kooperation sprechen zu wollen. Air France kämpft ähnlich wie der Konkurrent Lufthansa mit hohen Personalkosten, gegen Billigflieger und schnell expandierende Rivalen aus dem Mittleren Osten.

    Neben Etihad machen Emirates aus Dubai und Qatar Airways vielen europäischen Rivalen bereits auf Langstrecken Konkurrenz. Alle bisherigen Maßnahmen, um Kosten zu drücken, wurden jedoch von den stark gestiegenen Ölpreisen zunichtegemacht. Nach einem operativen Verlust von knapp 600 Millionen Euro im ersten Quartal will Air France nun mehr als 5000 Arbeitsplätze abbauen.

    • rtr
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