Air-Berlin-Tochter Niki-Insolvenzverfahren könnte sich noch Jahre hinziehen

Das Niki-Insolvenzverfahren ist komplex: wegen wechselseitiger Forderungen und Verbindlichkeiten mit Air Berlin. Das Verfahren könnte deshalb Jahre dauern.
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Der Ex-Rennfahrer mit seiner neugründeten Airline Laudamotion. Die insolvente Air Berlin-Tochter Niki stellt die Gericht vor komplexe Probleme. Quelle: dpa
Niki Lauda

Der Ex-Rennfahrer mit seiner neugründeten Airline Laudamotion. Die insolvente Air Berlin-Tochter Niki stellt die Gericht vor komplexe Probleme.

(Foto: dpa)

Wien/BerlinDas Insolvenzverfahren der einstigen österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki sowie des deutschen Mutterkonzerns könnte nach Einschätzung eines Experten noch Jahre dauern. „Wir erwarten eine mehrjährige Verfahrensdauer, weil es durch die internationalen Verflechtungen und der abzuklärenden Rechtsfragen sicher nicht schnell zu Ende sein wird“, sagte Gläubigerschützer Alexander Klikovits vom Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Sonntag der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Das Niki-Verfahren mit den wechselseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Air Berlin und Niki am niederösterreichischen Landesgericht Korneuburg sei sehr komplex. Bei dem Gericht seien am vergangenen Mittwoch 232 Millionen Euro an Forderungen angemeldet worden, davon seien vorerst aber nur 17 Millionen Euro anerkannt worden. 215 Millionen Euro werden Klikovits zufolge vorläufig bestritten. Das Unternehmen selbst habe mit 153 Millionen Euro an Forderungen gerechnet. „Diese Größenordnung ist auf keinen Fall unrealistisch“, sagte Klikovits.

Der ehemalige Rennfahrer und Luftverkehrsunternehmer Niki Lauda hatte die einst von ihm gegründete, inzwischen insolvente Air-Berlin-Tochter Niki im Januar übernommen und im März unter dem Namen Laudamotion neu an den Start gebracht. Wenig später gewann er Europas größten Billigflieger Ryanair als Investor.

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