Air France Flugplan wird trotz Sparkurs erweitert

Air France setzt im harten Wettbewerb mit Billigfliegern und den Airlines vom Golf auf Kostensenkungen. Trotz des Sparkurses will das Unternehmen mehr fliegen. Eine Route wird wegen des Ölpreisverfalls gestrichen.
Air France ist mit seinem niederländischen Partner KLM nach Lufthansa die Nummer zwei in Europa. Quelle: Reuters
Flughafen Charles de Gaulle in Paris

Air France ist mit seinem niederländischen Partner KLM nach Lufthansa die Nummer zwei in Europa.

(Foto: Reuters)

ParisAir France-KLM will trotz des Sparkurses im Sommer mehr Flüge anbieten. Allein der Flugplan der Billig-Tochter Transavia werde um 15 Prozent und um 36 Ziele erweitert, teilte die französisch-niederländische Airline am Mittwoch mit. Insgesamt werde die Kapazität um 1,5 Prozent erhöht, vor allem auf der Kurz- und Mittelstrecke. Auf der Langstrecke gebe es weniger Veränderungen. Zwar werde hier nach dem Ende der internationalen Atomsanktionen gegen den Iran die Route Paris-Teheran wieder aufgenommen. Dagegen streicht die niederländische Sparte KLM die Flüge in die US-Ölmetropole Dallas. Grund sei, dass die Strecke wegen des Ölpreisverfalls in der Branche weniger gefragt sei.

Air France-KLM setzt im harten Wettbewerb mit den finanzstarken Airlines vom Persischen Golf und den europäischen Billigfliegern wie Ryanair auf Kostensenkungen und auf einen Konzernumbau. Während der gesunkene Ölpreis für Entlastung bei den Kerosinrechnungen sorgt, nagt der harte Preiskampf in der Branche am Gewinn.

Mit diesen Airlines gibt es besonders oft Ärger
Entschädigung bei Verspätungen
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Passagiere sind es gewohnt, dass das Flugzeug pünktlich startet. Doch oft kommt es zu Verspätungen oder Ausfällen. Streiks, Wetter oder technische Probleme können den Abflug verzögern oder gar unmöglich machen. Das passiert auch in den Sommermonaten, wenn viele Reisende unterwegs sind. Ärgerlich – doch Passagiere haben manchmal einen Anspruch auf Entschädigung.

Der Entschädigungsdienstleister „Refund.me“ hat untersucht, welche Airlines besonders häufig für Verspätungs- oder Flugausfallverdruss bei den Passagieren sorgen. Datengrundlage sind mehrere tausend Forderungen aus den Monaten Juni bis September 2015. Von welchen Fluggesellschaften besonders häufig Entschädigungen verlangt wurden.

Platz 5 weltweit – British Airways
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Drei Prozent der Entschädigungsansprüche weltweit, insbesondere von englischen, französischen und spanischen Passagieren, richten sich gegen British Airways. Bei einem großen Angebot an Flügen ist eine Flugverspätung bei den Briten offenbar sehr häufig an der Tagesordnung.

Betroffene Fluggäste können sich an Unternehmen wie Refund.me wenden, die als eine Art Inkassodienst fungieren. Das macht es für die Passagiere oft einfacher, als selbst gegen die Fluggesellschaft vorzugehen.

Platz 4 weltweit – Air France
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Dauert die Verspätung länger als drei Stunden, steht Fluggästen eine zeitlich gestaffelte Entschädigung zwischen 250 Euro und 600 Euro zu. Gegen die größte französische Fluggesellschaft Air France richten sich weltweit dreieinhalb Prozent der Auszahlungsansprüche.

Platz 3 weltweit – Ryanair
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Insgesamt gingen bei Refund.me zwischen Juni und September Entschädigungsansprüche gegen 151 Fluggesellschaften ein. Auch Ryanair wurde dabei nicht verschont: fünf Prozent der Ansprüche der Fluggäste weltweit richten sich gegen die irische Billig-Airline.

Platz 2 weltweit – Easyjet
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Acht Prozent der Fluggäste aus der ganzen Welt gingen die britische Fluggesellschaft Easyjet vor. Müssen Passagiere am Flughafen länger warten, stehen ihren außerdem Essen und Getränke zu. In der Regel verteilen die Fluggesellschaften Gutscheine. Bei Erfolg vor Gericht kassieren Dienstleister wie Refund.me eine Provision. Sollte die Klage jedoch scheitern, trägt das Unternehmen die Kosten.

Platz 1 weltweit – Vueling
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Die meisten Entschädigungsansprüche der Passagiere weltweit richteten sich gegen Vueling: 13 Prozent. Die spanische Billigfluggesellschaft befindet sich in einer Wachstumsphase und baut ihr Streckennetz und ihre Flotte kontinuierlich aus.

Platz 5 Deutschland – Easyjet
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Während englische, französische und spanische Passagiere vor allem von den bereits erwähnten Fluggesellschaften Entschädigungen forderten, sah es bei den deutschen Flugreisenden anders aus: insgesamt gingen sie gegen 68 Airlines vor. Neben einheimischen Gesellschaften landet die britische Easyjet auch in dieser Auswertung, diesmal auf dem fünften Platz mit fünf Prozent.

  • rtr
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