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Airbus-Jet Emirates bietet kürzesten A380-Flug der Welt an

Die arabische Airline Emirates lässt den Airbus A380 auf einer Strecke von 340 Kilometern fliegen. Grund ist das Flugverbot für die Boeing 737 Max.
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Emirates bietet kürzesten Airbus-A380-Flug der Welt an Quelle: dpa
A380 von Emirates

Seit 2008 hat das Unternehmen mit seinen 111 Maschinen des Typs mehr als 128 Millionen Fluggäste transportiert.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Airbus A380, der größte Passagierjet der Welt, kann je nach Ausführung bis zu 853 Menschen transportieren und ist eigentlich für die Langstrecke gedacht. Die Airline Emirates setzt den Riesenflieger nun aber auf der Ultra-Kurzstrecke ein. Grund sind Kapazitätsprobleme durch das Flugverbot für den Boeing-Jet 737 Max.

Emirates setzt die Doppeldecker seit dem 1. Juli auf der Strecke von Dubai nach Maskat, der Hauptstadt Omans, ein. Die Flugzeit für die rund 340 Kilometer beträgt 40 Minuten. Damit ist die Verbindung offiziell der kürzeste A380-Flug der Welt.

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Zuvor musste die Tochter Fly Dubai ihr Angebot auf der Strecke reduzieren, da 14 Boeing 737 Max aus ihrer Flotte derzeit nicht einsatzbereit sind. Diese können normalerweise je 174 Passagiere transportieren, im A380 von Emirates sind es 519.

Das Problem trifft nicht nur die Airlines vom Golf: Fluggesellschaften weltweit müssen ihre Flotten neu aufstellen, um das Flugverbot für den Boeing-Jet nach zwei tödlichen Abstürzen zu kompensieren. So werden zusätzliche Maschinen geleast oder die Ausmusterung älterer Flugzeuge verschoben.

Eine Emirates-Sprecherin verwies auf die hohe Nachfrage auf der Strecke. Maskat ist ein wichtiger Umsteigepunkt für Passagiere aus den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Katar. Nachdem zahlreiche arabische Länder vor zwei Jahren einen Boykott gegen Katar erlassen hatten, gibt es keine Direktverbindungen mehr von dort aus nach Doha.

Emirates gilt als wichtigster Kunde des Riesen-Jets, dessen Produktion Airbus wegen schwacher Nachfrage auslaufen lässt. Seit 2008 hat das Unternehmen mit seinen 111 Maschinen des Typs mehr als 128 Millionen Fluggäste transportiert. Mitte Februar entschied der Konzern jedoch, nur noch 12 weitere A380 zu kaufen. Stattdessen will das Unternehmen auf kleinere A350- und A330-Modelle von Airbus umsatteln.

Dass der A380 auf Kurzstreckenflügen eingesetzt wird, kommt immer mal wieder vor. 2018 setzte zum Beispiel der Reiseveranstalter Thomas Cook den Jet ein, um nach einer IT-Panne Urlauber von Kopenhagen und Oslo nach Mallorca oder Zypern zu transportieren.

Mehr: Riesenflieger wie die A380 und die Boeing 747 haben keine Zukunft mehr. Die Anforderungen in der Luftfahrt haben sich geändert.

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