Airbus-Rivale Boeing will 2017 wieder abheben

Dank eines starken Schlussquartals hat der US-Flugzeugbauer Boeing 2016 noch 4,9 Milliarden Dollar Gewinn eingefahren. Das sind allerdings fünf Prozent weniger als im Vorjahr. 2017 will es der Airbus-Rivale besser machen.
Update: 25.01.2017 - 15:13 Uhr Kommentieren
Der amerikanische Flugzeugbauer will 2017 wieder mehr Verkehrsjets ausliefern. Quelle: AP
Boeing

Der amerikanische Flugzeugbauer will 2017 wieder mehr Verkehrsjets ausliefern.

(Foto: AP)

ChicagoDer amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat das Jahr 2016 nach Milliardenabschreibungen mit einem Schlussspurt beendet. Dank eines überraschend guten vierten Quartals und einer Steuergutschrift blieb im abgelaufenen Jahr unter dem Strich mit einem Gewinn von 4,9 Milliarden US-Dollar fünf Prozent weniger übrig als im Vorjahr, wie der Airbus-Rivale aus den USA am Mittwoch in Chicago mitteilte. Für 2017 will Boeing-Chef Dennis Muilenburg wieder mehr Gewinn – dazu sollen auch mehr ausgelieferte Verkehrsjets beitragen.

Ein Jahr zuvor hatten noch düstere Aussichten für den Jumbojet das Ergebnis nach unten gezogen. 2017 will Muilenburg nun 760 bis 765 Verkehrsflugzeuge ausliefern. Die Zahl war 2016 auf 748 gesunken.

Trotzdem rechnet der US-Konzern 2017 mit einem geringeren Umsatz. Die Erlöse sollen zwischen 90,5 und 92,5 Milliarden Dollar liegen nach 94,6 Milliarden Dollar 2016. Das dürfte hauptsächlich auf die verkauften Flugzeugtypen zurückzuführen sein. Die kleineren Modelle 737 und 737 Max sind günstiger als die größeren Langstreckenjets wie die 777, von denen der Konzern nicht mehr so viele fertigen will.

Die Rivalen auf der Langstrecke
Airbus A350-1000
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Die europäische Antwort auf den „Dreamliner“ und die 777-Familie von Boeing ist der Airbus A350-1000. Das neue Modell kann rund 400 Passagiere mit zwei Triebwerken fast 14.000 Kilometer transportieren. Die Auftragsbücher des deutsch-französischen Konsortiums sind voll.

Airbus A350-1000
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Der Airbus A350-1000 bei letzten Tests am Boden in Toulouse: Stimmen Wetter und Wind, soll die Maschine am Donnerstag um 10.30 Uhr zum ersten Mal starten. Aus Sicherheitsgründen geht der Erstflug nach Norden – weg von der Innenstadt.

Airbus A350-1000
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Mit einem Großauftrag über 31 Maschinen vom Typ A350-1000 von Japan Airlines gelang Airbus 2014 der Durchbruch. Sonst hatten japanische Fluggesellschaften traditionell bei Boeing bestellt.

Boeing 787
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Ein Rumpf aus Kohlefaser und zwei Spartriebwerke. Mit dem seit 2011 ausgelieferten „Dreamliner“ hat Boeing Maßstäbe gesetzt. Mit rund 300 Sitzplätzen bleibt die Boeing 787 zwar weit hinter den Kapazitäten der Jumbojets, fliegt dafür aber im Vergleich deutlich günstiger.

Boeing 787
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Jahrelange Verzögerungen und technische Probleme können den Erfolg der Maschine nicht stoppen. Knapp 500 Flieger sind ausgeliefert, Bestellungen für weitere 1.200 Maschinen liegen vor.

Boeing 747
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Mit dem „Jumbojet“ Boeing 747 begann 1969 die Ära der erschwinglichen Fernreisen. Boeing hat den Klassiker seitdem mehr als 1.500 Mal verkauft. Die größten Betreiber sind British Airways und Lufthansa, die mit der 747/8 die jüngste Version fliegt. Dennoch gehen die Bestellungen zurück, die 747 ist ein Auslaufmodell.

Boeing 747-400
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Ältere Jumbomodelle vom Typ 747-400 werden zunehmend ausgemustert. Die Oldtimer der Lüfte lassen sich an den nach oben geknickten Flügelenden erkennen.

An der Wall Street kam der Ausblick gut an. Im vorbörslichen US-Handel legte die Aktie um 1,4 Prozent zu. Nach dem Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl stand das Papier immer wieder unter Druck. Der Republikaner kritisierte den Preis für die künftigen Präsidenten-Maschinen heftig und spielte bereits mit dem Gedanken, die Order für die neue Version der Air Force One zu stornieren.

Früheren Angaben von Trump zufolge versprach Boeing, auf die Kosten zu achten. Der Preis werde nicht mehr als vier Milliarden Dollar betragen. Die neuen Maschinen des Typs 747-8 sind derzeit in einer frühen Entwicklungsphase und dürften nicht vor 2014 fertig werden. Sie bieten auch in Extremsituationen dem US-Präsidenten Verteidigungs- und Kommunikationsmöglichkeiten.

  • dpa
  • rtr
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