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Airline British-Airways-Piloten streiken auch am Dienstag – 200.000 Reisende betroffen

Auch am zweiten Streiktag geht bei der britischen Fluglinie um die Drehscheibe London so gut wie nichts. An beiden Tagen sollen insgesamt 1700 Flüge ausfallen.
Update: 10.09.2019 - 14:48 Uhr Kommentieren
Die Piloten fordern mehr Geld. Quelle: dpa
Streiks bei British Airways

Die Piloten fordern mehr Geld.

(Foto: dpa)

London Ein Pilotenstreik bei der britischen Fluggesellschaft British Airways hat auch am Dienstag zu einem massiven Flugausfall geführt. Bereits am Montag waren wegen des Arbeitskampfes der Kapitäne für höhere Gehälter fast alle Flüge von und nach London Heathrow sowie Gatwick ausgefallen.

Für beide Tage hatte BA im voraus insgesamt mehr als 1700 Flüge abgesagt. Fast 200.000 Reisende seien betroffen, meldete die Nachrichtenagentur PA. Für den 27. September hat die Gewerkschaft Balpa zu einem weiteren Streik aufgerufen.

Balpa habe keine Details geliefert, welche Piloten streiken würden, schrieb die Fluglinie in einer Mitteilung. Deshalb habe man nicht vorhersehen können, wie viele mit welcher Fluglizenz zur Arbeit kommen würden und keine andere Wahl gehabt, als die Verbindungen zu fast 100 Prozent abzusagen. Zugleich betonte die Airline ihre Bereitschaft, die Verhandlungen wieder aufzunehmen.

BA hatte den Flugkapitänen im Juli eine Gehaltserhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Dies wies die Pilotengewerkschaft aber zurück. Die Piloten hätten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhebliche Einbußen hinnehmen müssen und wollten nun im größeren Maß am Gewinn beteiligt werden, so Balpa.

Die Airline gehört zu den weltgrößten Fluggesellschaften. Flüge mit BA CityFlyer, Sun-Air und Comair seien nicht betroffen, hieß es.

Der Arbeitskampf ist der erste der BA-Piloten überhaupt. Der Streikaufruf am Montag sei „nahezu zu 100 Prozent“ befolgt worden, teilte Balpa am Abend mit. Die Fluglinie richtete für die Reisenden eine Internetseite ein, auf der sie den aktuellen Status ihres Flugs überprüfen können. Sie bot den Betroffenen an, Flüge umzubuchen oder die Ticketkosten voll zu erstatten.

Jeder Streiktag kostet die Fluggesellschaft nach Angaben von Balpa 40 Millionen britische Pfund, umgerechnet etwa 44 Millionen Euro. Nach Darstellung der Gewerkschaft hätte der Streit um höhere Gehälter mit einer Vereinbarung beigelegt werden können, die nur eine Million Pfund gekostet hätte, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Derzeit sind keine neuen Gespräche zwischen den Tarifparteien geplant.

Mehr: Mit Germania ist die viertgrößte deutsche Airline in die Insolvenz gegangen. Welche namhaften Fluggesellschaften noch gescheitert sind.

  • dpa
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