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Airline Lufthansa streicht Stellen in Verwaltung und Führungsetagen

Die Anzahl der Führungskräfte soll konzernweit sinken. Das Unternehmen will betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Zudem wird die Vielzahl der Flugbetriebe reduziert.
07.07.2020 Update: 07.07.2020 - 15:12 Uhr Kommentieren
In der Verwaltung der AG sollen 1000 Stellen gestrichen werden. Quelle: dpa
Lufthansa

In der Verwaltung der AG sollen 1000 Stellen gestrichen werden.

(Foto: dpa)

Frankfurt Lufthansa macht Ernst mit dem Plan, die Coronakrise für eine deutliche Verschlankung der Konzernstrukturen zu nutzen. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, soll die Zahl der Führungskräftestellen um 20 Prozent reduziert werden. Auch die Top-Gremien im Konzern und den einzelnen Konzerngesellschaften sollen verkleinert werden.

Die Maßnahmen sind Teil eines neuen Restrukturierungsprogramms mit dem Namen „ReNew“. Es soll bis Dezember 2023 umgesetzt werden. Verantwortlich ist im Konzernvorstand Detlef Kayser, Vorstand für den Geschäftsbereich Airline Resources & Operations Standards.

Der Vorstand wurde bereits verkleinert. Vor einigen Wochen hatte Finanzvorstand (CFO) Ulrik Svensson sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Seine Aufgaben wurden auf andere Vorstandsmitglieder verteilt.

Dann schied Thorsten Dirks, zuletzt im Wesentlichen verantwortlich für Digitales, aus. Zumindest der Posten des CFO soll neu besetzt werden, dennoch wird es dann ein Vorstandsmitglied weniger geben.

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    Auch bei den Ablegern Lufthansa Cargo (Fracht), LSG Group (Catering) und Lufthansa Aviation Training (Schulung) wurden die Gremien bereits verkleinert. Ebenso werden Stellen auf Ebenen unterhalb der Leitung gestrichen. So soll die Zahl der Führungskräfte um 20 Prozent sinken. In der Administration der Lufthansa-Aktiengesellschaft sollen zudem 1000 Stellen wegfallen.

    Das Management hatte bereits erklärt, insgesamt 22.000 Vollzeitstellen zu viel zu haben. Um Kündigungen zu vermeiden, laufen Gespräche mit den Gewerkschaften über neue Arbeitszeitmodelle bei reduziertem Gehalt.

    Mit der Kabinengewerkschaft UFO gibt es bereits eine Grundsatzvereinbarung. Die Gespräche mit der Pilotenvertretung VC und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi laufen noch.

    Gleichzeitig soll die Kernmarke Lufthansa aus dem Konzern ausgegliedert und in eine eigenständige Gesellschaft überführt werden. An diesem Projekt arbeitet das Management schon länger. Es gehört zum Umbau des Unternehmens in eine Holding.

    Corona beschleunigt nun die Verselbstständigung der Hauptmarke. Sie ist bisher Teil der Dachgesellschaft und hängt nicht wie Swiss oder AUA als eigenständige Firma darunter. Das erhöht die Komplexität.

    Zudem wird die Vielzahl der Flugbetriebe reduziert – durch eine Bündelung. So arbeitet das Management unter anderem an einer neuen touristischen Airline, die Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München übernimmt, die bisher von mehreren anderen Marken übernommen werden.

    Nicht nur die wohl noch länger dauernde Nachfrageschwäche treibt die Umbaupläne voran. Auch das kürzlich von den Aktionären gebilligte staatliche Rettungspaket erhöht den Handlungsdruck. Die Hilfen im Volumen von neun Milliarden Euro sollen zügig wieder getilgt werden, nur dann kann auch der Staat, der seit Montag mit 20 Prozent an der Airline-Gruppe beteiligt ist, wieder aussteigen.

    So gibt es im neuen Restrukturierungsprogramm ein Modul mit dem Namen „RePay“. Es soll die „Rückführung der staatlichen Kredite und Einlagen schnellstmöglich“ realisieren, „um einen weiteren Anstieg der Zinslasten zu vermeiden“, heißt es in der Mitteilung.

    Mit dem Programm „ReNew“ setzt das Management nun im Grunde viele der Forderungen um, die Investoren seit Längerem schon äußern. Sie beklagen die zu hohe Komplexität des Unternehmens, die zu viele Mittel binde.

    Anders als von Investoren vor der Pandemie erhofft, kommen die nun frei werdenden Gelder allerdings nicht den Aktionären direkt zugute. Sie werden benötigt, um die Kredite zu tilgen und die Airline-Gruppe dauerhaft wieder wettbewerbsfähig zu machen.

    Mehr: Ende der großen Lufthansa-Pläne – Ein Airline-Riese macht sich klein.

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