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Airlines akzeptieren neues Gebührenmodell – Kostendruck nimmt zu Lufthansa beendet Dauerstreit mit Flughafen Düsseldorf

Der Flughafen Düsseldorf und sein größter Kunde Lufthansa haben einen jahrelangen Rechtsstreit gütlich beigelegt: Statt einer Gebührenerhöhung von 7,1 Prozent, die der Flughafen seit April 2000 vergebens fordert, einigten sich die Vertragsparteien rückwirkend auf eine Anhebung der Start- und Landegebühren um 3,5 Prozent. Düsseldorfs Flughafenchef Rainer Schwarz bestätigte den Kompromiss gegenüber dem Handelsblatt. „Wir ziehen damit einen Schlussstrich unter die Unstimmigkeiten der Vergangenheit“, sagte Schwarz.

DÜSSELDORF. Der Einigung ging ein langes juristisches Gezerre voraus. Mehr als ein Dutzend Fluggesellschaften hatten die üppige Gebührenerhöhung der Düsseldorfer über Jahre hinweg boykottiert und juristisch angefochten. Der Vorwurf der Kläger: Düsseldorf nutze mit überhöhten Gebühren seine Stellung als einziger Großflughafen in Nordrhein-Westfalen aus. In erster Instanz wurde zugunsten des Flughafens entschieden, die zweite Runde ging an die Airlines unter Federführung der Lufthansa. Nach Handelsblatt-Informationen aus Branchenkreisen hat der deutsche Luftfahrtkonzern wegen des Dauerstreits Rückstellungen von knapp 20 Mill. Euro gebildet. Wie es in Branchenkreisen weiter hieß, könne die Hälfte dieses Betrags nun aufgelöst werden. Die andere Hälfte werde Lufthansa als Nachzahlung an den Düsseldorfer Flughafen überweisen.

Der erreichte Konsens, den auch die beiden Airline-Verbände ADL und Barig billigten, habe Vorbildcharakter für andere deutsche Flughäfen, weil sich Düsseldorf fortan am wirtschaftlichen Risiko der Airlines beteilige, so Schwarz. In einer neuen Rahmenvereinbarung, die bis Mitte 2008 Bestand hat, sind die passagierbezogenen Entgelte weit stärker als bisher gewichtet. Das führt zu sinkenden Flughafengebühren, sollten die Airlines in Krisenphasen weniger Gäste an Bord haben. „Wir haben diesem Kompromiss zugestimmt, weil Düsseldorf künftig bereit ist, einen Teil unseres wirtschaftlichen Risikos mitzutragen“, sagte Lufthansa-Verhandlungsführer Stephan Klar. Er machte allerdings deutlich, dass der Konzern „an den Rand des wirtschaftlich Verkraftbaren gegangen“ sei.

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