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Airport Chaotischer Tag am Flughafen Düsseldorf – auch Boris Beckers Gepäck blieb liegen

Am Morgen fielen gleich mehrere Gepäckanlagen aus, am Nachmittag gingen mehrere Unbefugte durch eine Notfalltür. Bis in den Abend war mit Verspätungen zu rechnen.
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Mehrere Hundert Gepäckstücke blieben stehen. Quelle: dpa
Flughafen Düsseldorf

Mehrere Hundert Gepäckstücke blieben stehen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Weil mehrere Reisende durch eine Notfalltür in den Sicherheitsbereich des Düsseldorfer Flughafens eingedrungen sind, ist am Mittwochnachmittag ein kompletter Flugsteig geräumt worden. Rund 1000 Passagiere waren betroffen, wie der Flughafen mitteilte. Aus Flugzeugen, deren Boarding noch nicht abgeschlossen war, mussten alle Reisenden aussteigen und sich erneut kontrollieren lassen.

Die Übeltäter hatten die Sicherheitstür per Notknopf geöffnet und waren in einen Bereich eingedrungen, den eigentlich nur bereits kontrollierte Passagiere betreten dürfen. Nachdem der Flugsteig aus Sicherheitsgründen geräumt und durchsucht worden war, ging nach einer Dreiviertelstunde der normale Betrieb weiter. Es sei jedoch noch bis in den Abend hinein mit Verspätungen zu rechnen, sagte ein Flughafensprecher.

Schon am Morgen hatte es großes Chaos am Düsseldorfer Flughafen gegeben: Weil fünf von sieben Gepäckanlagen ausgefallen waren, mussten rund 2500 Koffer in Düsseldorf stehen bleiben, während ihre Besitzer ohne Gepäck in den Urlaub flogen. Security-Mitarbeiter sicherten nach Flughafenangaben das Gepäck in der Halle des größten Airports Nordrhein-Westfalens.

Auch das Gepäck des dreifachen Wimbledon-Siegers Boris Becker blieb stehen. „Viele Taschen/Koffer sind heute am Düsseldorfer Flughafen verloren gegangen, meine auch“, schrieb Becker im Kurznachrichtendienst Twitter.

Ein Flughafensprecher sagte, nichts gehe verloren. Die Gepäckstücke seien am Flughafen stehen geblieben und würden den Besitzern schnellstmöglich nachgeliefert. Falls auch Boris Becker betroffen sei, gelte das natürlich auch für ihn.

Ursache sei ein Fehler in der Steuerungssoftware. Im Laufe des Vormittags war das Problem wieder behoben worden.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sind seit dieser Woche Sommerferien. Am Mittwoch waren Flugbewegungen mit rund 81.000 Passagieren geplant. Darunter waren Flüge zu typischen Ferienzielen wie Palma de Mallorca, Teneriffa und Korfu.

Mehr: So arbeiten Luftfahrtbranche und Bahn gegen das Chaos an – ein Blick hinter die Kulissen.

  • dpa
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