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Aktie sackt nachbörslich ab Henkel senkt Prognose – Van Bylen verabschiedet sich mit schlechtem Ausblick

Der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern rechnet für das Geschäftsjahr 2020 mit weniger Gewinn. Grund sei vor allem die schwächelnde Industrie.
12.12.2019 Update: 12.12.2019 - 19:42 Uhr Kommentieren
Die Aktie verliert rund fünf Prozent. Quelle: Reuters
Henkel in Düsseldorf

Die Aktie verliert rund fünf Prozent.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Der zum Jahresende ausscheidende Henkel-Chef Hans Van Bylen verlässt den Konzern mit schlechten Nachrichten. Er erwarte auch im Geschäftsjahr 2020 „ein herausforderndes Marktumfeld“, teilte Van Bylen am Donnerstagabend mit.

Entsprechend kündigte er an, dass die Gewinnmarge von Henkel im kommenden Jahr nur noch voraussichtlich rund 15 Prozent erreichen wird. Das ist deutlich weniger als die Ebit-Marge, also des Gewinns vor Zinsen und Steuern, von erwarteten 16,2 Prozent im laufenden Jahr.

Das organische Wachstum wird demnach nur zwischen null bis zwei Prozent liegen. Für das laufende Jahr geht der Vorstandschef nur noch von einer „ungefähr stabilen organischen Umsatzentwicklung“ aus. Damit dürfte der Umsatz nur die untere Marke der Prognose vom November erreichen. Damals hatte Van Bylen ein Plus von null bis zwei Prozent prognostiziert.

Besonders stark ist der erwartete Rückgang beim bereinigten Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) für 2020. Da rechnet der Konzern nun mit einem Minus im „mittleren bis hohen einstelligen Prozentwert“. Das ist eine dramatische Verschlechterung gegenüber der Prognose Anfang dieses Jahres. Da hatte der Vorstand bei seiner Mittelfristplanung noch erwartet, dass das EPS im „mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich“ bei konstanten Wechselkursen steigen wird.

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    Vor allem das Kerngeschäft von Henkel, die Klebstoffsparte, macht dem Düsseldorfer Konzern zunehmend Sorgen. Der Geschäftsbereich, der knapp die Hälfte des Umsatzes ausmacht, bekommt immer mehr die konjunkturelle Abkühlung der Auto- und Elektronikindustrie zu spüren.

    Das Wachstum der Sparte werde 2019 „voraussichtlich von der Unsicherheit bei der industriellen Nachfrage geprägt sein“, teilte Henkel mit, ohne Zahlen zu nennen. In den beiden anderen Bereichen Waschmittel- und Beauty-Produkte hingegen geht der Konzern von einer „guten organischen Umsatzentwicklung“ aus.

    Henkel hatte vor ein paar Wochen bekanntgegeben, dass Vorstandschef Van Bylen den Konzern vorzeitig Ende dieses Jahres verlassen wird. Stattdessen wird der bisherige CFO Carsten Knobel den Chefposten übernehmen.

    Van Bylen hatte bereits Anfang des Jahres die Anleger verunsichert. Damals kündigte er für dieses Jahr eine schlechtere Gewinnmarge an. Da spielte es kaum eine Rolle, dass er gleichzeitig zusätzliche Investitionen in Marketing und neue Produkte im Konsumgütergeschäft in Aussicht stellte.

    Es gelang ihm vor allem nicht, die Probleme im Massengeschäft der Beautysparte zu lösen. Hinzu kam dann die zunehmend schwächelnde Klebstoff-Sparte, die in der Vergangenheit immer für gute Renditen gesorgt hatte.

    Seinem Nachfolger Knobel muss es nun gelingen, den Konzern wieder dauerhaft profitabler zu machen und das Klebstoffgeschäft zurück auf Erfolgskurs zu bringen.

    Mehr: Für die Chemie ist kein Ende der Schwächephase in Sicht. Der Branchenverband VCI erwartet 2020 eine Flaute. Das ist ein schlechtes Zeichen für die Gesamtkonjunktur.

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