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Aldi gegen Lidl Das Discount-Duell um Amerika

Lidl eröffnet in dieser Woche seine ersten US-Märkte. Das lässt Erzrivale Aldi nicht auf sich sitzen und steckt weitere Milliarden Dollar in sein Filialnetz. Verlierer des deutschen Duells dürften die US-Händler sein.
12.06.2017 - 11:01 Uhr Kommentieren

Heidi Klum designt Lidl-Kollektion

New York Der seit Jahrzehnten tobende Kampf der deutschen Discounter Lidl und Aldi in Europa gewinnt nun auch in den USA an Schärfe. Aldi will in den kommenden fünf Jahren 3,4 Milliarden Dollar investieren und 900 weitere Märkte eröffnen, wie das Unternehmen in der Nacht zu Montag mitteilte. Rivale Lidl bereitet unterdessen die Eröffnung der ersten US-Filialen in dieser Woche vor. Bis zum Sommer 2018 sollen es bis zu 100 Läden werden.

Die US-Offensive der deutschen Discounter dürfte den ohnehin schon großen Druck auf die konventionellen Einzelhändler wie Walmart und Kroger erhöhen. Denn die Preise im margenschwachen Lebensmittelgeschäft befinden sich seit 17 Monaten auf Talfahrt. Eine solche deflationäre Spirale gab es auf dem Markt seit 60 Jahren nicht mehr.

„Es geht um eine unglaubliche Kaufkraft, die zu Aldi und Lidl abwandern wird“, sagt Ken Knudson, Partner bei der Unternehmensberatung Bain & Co. „Traditionelle Lebensmittelhändler können es sich angesichts des intensiven Wettbewerbs nicht leisten, Umsätze zu verlieren. Das wird die Branche umkrempeln.“

Nach Prognose von Bain werden die Umsätze im „Deep Discount“-Bereich, zu dem Aldi und Lidl zählen, bis 2020 jährlich um bis zu 10 Prozent zulegen. Das wäre ein fünfmal schnelleres Wachstum als im traditionellen Handel.

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    Der Kampf zwischen den beiden Familienunternehmen wird sich ab Donnerstag noch verschärfen. Dann eröffnet Lidl die ersten neun Filialen in den Bundesstaaten Virginia, North Carolina und South Carolina. Analysten rechnen damit, dass in den kommenden fünf Jahren landesweit bis zu 600 Läden eröffnen könnten. „Das ist eins der größten Ereignisse im US-Einzelhandel“, sagt Mike Pagila, Analyst von Branchendienst Kantar Retail. Die Kunden will das Unternehmen unter anderem mit einer exklusiven Modelinie von Heidi Klum locken.

    Das ist Aldis neuer Look
    Regionaler Touch
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    Der neugebaute Testmarkt von Aldi Nord im nördlichen Ruhrgebiet hat 1200 Quadratmeter Fläche – 500 mehr als sein Vorgänger. Er soll Vorbild für alle neuen Filialen werden.

    (Foto: Aldi Nord)
    Erweitertes Angebot
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    Zahlreiche neue Produkte finden die Kunden künftig bei Aldi Nord. So auch ein größeres Sortiment an Snacks und fertig zubereiteten Salaten.

    (Foto: Aldi Nord)
    Mehr Information
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    Videobildschirme informieren über die Angebote auf der Aktionsfläche. Große Hinweise auf die Bereiche erleichtern das Zurechtfinden im Laden.

    (Foto: Aldi Nord)
    Neue Ware
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    Ein Extra-Regal präsentiert Neuzugänge im Sortiment. Rund 2500 verschiedene Produkte führt ein Aldi-Nord-Markt im Schnitt, wenn man alle Varianten mitrechnet.

    (Foto: Aldi Nord)
    Heiße Getränke
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    Im Eingangsbereich des Marktes können Kunden sich verschiede Kaffeezubereitungen aus dem Automaten ziehen. Die Bohnen dafür hat Aldi natürlich selbst geröstet.

    (Foto: Aldi Nord)
    Freie Hände
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    Im Testmarkt haben alle Einkaufswagen einen Halter für den Kaffeebecher - damit nichts den Kunden vom Einkaufen abhält.

    (Foto: Aldi Nord)
    Brot und Brötchen
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    Auch das Sortiment an Backwaren wurde noch einmal um 13 Sorten aufgestockt. Alles wird in den Öfen hinter dem Regal frisch gebacken - oder zumindest aufgebacken.

    (Foto: Aldi Nord)

    Aldi Süd will bis 2022 in den ganzen USA 2500 Filialen betreiben. Damit wäre das Unternehmen nach eigenen Angaben der drittgrößte Supermarktbetreiber des Landes. Nur die Konkurrenten Kroger und Albertsons, zu dem auch die Kette Safeway gehört, wären größer. Der Schwesterkonzern Aldi Nord betreibt in den USA eigene Filialen unter dem Namen Trader Joe's.

    Walmart bereitet sich auf die Offensive vor
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