Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Aldi, Lidl und Co. Die Discounter schlagen zurück

Seite 2 von 2:
Supermärkte verlieren Milliardenumsätze
So sieht Aldi Nord bald aus
Aldi-Markt in Herford
1 von 12

In einem Aldi-Markt im ostwestfälischen Herford lässt sich erahnen, wie der milliardenschwere Großumbau im Detail abläuft. Innerhalb einer Woche wurde der Markt komplett umgebaut.

(Foto: Marcus Simaitis)
Handwerker werden instruiert
2 von 12

Die Mitarbeiter haben palettenweise Ware aus- und wieder eingeräumt, Preisschilder verteilt und  Handwerker instruiert, bevor der Markt in neuem Design wiedereröffnet wurde.

(Foto: Marcus Simaitis)
Backwaren werden in neuer Optik präsentiert
3 von 12

Kurz hinter dem Eingang des Marktes werden Backwaren nun in neuer Optik präsentiert. Das Angebot ist größer geworden, wer will kann sein Brot von der Maschine schneiden lassen.

(Foto: Marcus Simaitis)
Herzstück
4 von 12

Das neue Herzstück der Filiale ist allerdings der größere Obst- und Gemüsebereich.

(Foto: Marcus Simaitis)
Ernsthafter Mitbewerber für klassische Supermärkte
5 von 12

Die quergestellten Regale bieten mehr Platz für frische Ware. Damit wird Aldis Frischeangebot zur ernsthaften Konkurrenz für klassische Supermärkte.

(Foto: Marcus Simaitis)
Obst vor offenen Kühlschränken
6 von 12

Obst und Gemüse werden direkt vor offenen Kühlschränken platziert, wodurch Tomaten und Paprika automatisch mitgekühlt werden.

(Foto: Marcus Simaitis)
Einkaufskörbe
7 von 12

Neben den Einkaufswagen gibt es in den neuen Filialen jetzt auch Einkaufskörbe und…

(Foto: Marcus Simaitis)

Zuvor schon hatten Lidl und Aldi Süd ihre Läden immer mehr zu vollwertigen Supermärkten ausgebaut. Im vergangenen November kündigte Aldi Süd dann an, bis 2019 weitere 3,5 Milliarden Euro in die Modernisierung des Filialnetzes zu stecken. Nach eigenen Angaben ist das das „größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte“.

Das beobachtet die Konkurrenz mit Argusaugen. „Aktuell ist für die Branche spürbar, dass Aldi und Lidl ihre Filialen mit Milliardeninvestitionen modernisieren“, sagte Rewe-Chef Lionel Souque im Interview mit der „Wirtschaftswoche“. „Die Discounter entwickeln sich nach oben, eröffnen größere Märkte, mit Glas und Holz, besserer Beleuchtung und neuen Services.“

Und das scheint sich auszuzahlen. So meldeten die Discounter zuletzt Umsatzzuwächse zwischen drei und acht Prozent. Nach Erkenntnissen der Berater von Oliver Wyman geht dieses Wachstum auch zulasten der Vollsortimenter. So prognostiziert die Studie, dass die Discounter bis zum Jahr 2020 ihren Marktanteil um zwei Prozentpunkte auf 44 Prozent ausbauen können.

Was sich auf den ersten Blick nicht viel anhört, bedeutet in der Praxis eine massive Verschiebung. Denn diese zwei Prozentpunkte stehen für ein Umsatzvolumen von jährlich zehn Milliarden Euro, das den übrigen Anbietern verloren geht. Das ist ungefähr das Doppelte dessen, was der gesamte Onlinehandel mit Lebensmitteln in Deutschland zurzeit pro Jahr erzielt.

Damit hätten die Discounter eine jahrelange Entwicklung gestoppt. Denn nachdem sie im Jahr 2008 erstmals die Marke von 44 Prozent Marktanteil geknackt hatten, hatten sie schleichend wieder an Boden gegenüber Rewe und Edeka verloren. Mit immer edleren Läden konnten die sich gegen die Marktmacht der Discounter behaupten. Dies scheint sich nun erneut zu drehen.

Denn die Loyalität der Kunden nimmt ab. In der Umfrage von Oliver Wyman erklärte jeder Zweite, dass er seinen Einkaufsort wechsele, wenn er mit der Frische in seinem Supermarkt nicht mehr zufrieden sei. „Die deutschen Vollsortimenter sollten nachlegen. Ansonsten kommt ihr Siegeszug eher früher als später an ein Ende“, warnt Berater Münch.

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Aldi, Lidl und Co. - Die Discounter schlagen zurück

1 Kommentar zu "Aldi, Lidl und Co.: Die Discounter schlagen zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • „Bei einer Umfrage punkten sie auch mit der Qualität der Frischwaren. Experten trauen ihnen deshalb Marktanteilsgewinne zu“

    Ich auch. Der Preis dürfte bei Kaufentscheidungen immer noch die Hauptrolle spielen, aber wenn zugleich bei Qualität und Frische nicht einmal Abstriche in Kauf genommen werden müssen, ist das ein wirklich „schlagendes“ Argument.

    Und es gibt glücklicherweise offenbar Anlass zur Hoffnung, dass ein dritter Aspekt – die „Nachhaltigkeit“, also faire Produktionsbedingungen und Handel, Ressourcenschonung, Artenvielfalt, Tierwohl u.v.a.m. – in Zukunft auch bei den (zunehmend besser informierten) „ganz normalen“ Verbrauchern immer schneller - und noch weitaus stärker als heute - eine wichtige Rolle spielen wird. Was den Discountern sicher nicht entgangen ist.

Serviceangebote