Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Aleppo-Seife Handel mit Luxus-Seife aus Syrien geht weiter

Die Lage in Aleppo hat sich dramatisch zugespitzt. Doch die Menschen der syrischen Millionenstadt lassen sich von den täglichen Bombardements nicht unterkriegen. Das Leben geht weiter – auch die Seifen-Produktion.
16.02.2016 - 16:13 Uhr
Die Luxusseife aus dem Bürgerkriegsland wird trotz der Bombardements weiterhin in Aleppo produziert. Quelle: dpa
Aleppo-Seife

Die Luxusseife aus dem Bürgerkriegsland wird trotz der Bombardements weiterhin in Aleppo produziert.

(Foto: dpa)

Nürnberg Es sind nur noch wenige. Aber für diejenigen, die bis heute durchgehalten haben, ist es offensichtlich ein einträgliches Geschäft: Trotz Bombenhagels und Belagerung produzieren bis heute ein paar wenige Familien in der bürgerkriegserschütterten syrischen Millionenstadt Aleppo eine luxuriöse Bio-Naturseife - überwiegend für den deutschen Markt, berichtet der in Deutschland lebende Syrer Bassam Al Machout.

Zusammen mit seinem Bruder präsentiert er die nach jahrhundertealtem syrischen Rezept hergestellte Aleppo-Seife derzeit auf der Nürnberger Naturkosmetikmesse Vivaness. Jahr für Jahr setzt er über die in Stuttgart sitzende Importfirma Zhenobya rund 70 Tonnen der grünlich-grauen Seifenblöcke auf dem deutschen Markt ab - im eigenen Online-Shop ebenso wie in Naturkostläden, Reformhäusern, Apotheken und luxuriösen Parfümerien.

Klar wirke es angesichts der jüngsten Schreckensnachrichten über die immer heftiger werdenden Kämpfe in der Region Aleppo auf den ersten Blick etwas befremdlich, wenn man jetzt mit Aleppo-Seife hausieren gehe, räumt Al Machout ein. „Aber für uns Syrer ist das ein Zeichen: Das Leben in Syrien geht weiter. Ich möchte die Leute, die in ihrem Land bleiben statt zu fliehen, unterstützen“, betont der mit einer Schwäbin verheiratete Syrer.

Trotzdem: Der jahrelange Bürgerkrieg macht für Al Machout und seinen Bruder das Geschäft mit der Aleppo-Seife immer schwieriger: „Die Seifenproduktion ist auf 15 Prozent der früheren Menge geschrumpft“, berichtet er an seinem Messestand. Den letzten Container mit rund 20 Tonnen Aleppo-Seife hat er letzten Sommer via Hamburger Hafen erhalten. Inzwischen hat er auch schon mal Seife einfliegen lassen. „Das waren aber nur 170 Kilo.“

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen
    Aleppo-Seife ist ein Stück syrische Kulturgeschichte
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Serviceangebote
    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%