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Alessandro Bogliolo Tiffany-Chef will künftig Herkunft von Diamanten offenlegen

Alessandro Bogliolo, Chef des New Yorker Edeljuweliers, startet eine neue Transparenz-Offensive. Er spricht damit vor allem jüngere Konsumenten an.
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Arbeitete 16 Jahre lang für Bulgari. Quelle: Getty Images
Alessandro Bogliolo

Arbeitete 16 Jahre lang für Bulgari.

(Foto: Getty Images)

New York Ein Diamant ist für die Ewigkeit – aber er sollte sauber sein. Alessandro Bogliolo, Vorstandschef des New Yorker Edeljuweliers Tiffany & Co., startet jetzt eine neue Transparenz-Offensive. Künftig will der Italiener die Herkunft seiner Diamanten verraten.

„Unsere Kunden wollen und verdienen es zu wissen, wo ihr wertvollster, geliebter Schmuck herkommt und wie er entstanden ist“, begründete Bogliolo am Mittwoch die Entscheidung.

Mit diesem Schritt will der 53-Jährige vor allem jüngere Konsumenten ansprechen, die verstärkt wissen wollen, ob für die Produkte, die sie kaufen, Menschen leiden mussten. Oder die Umwelt. Ob die Diamanten aus Konfliktregionen kommen. Oder gar illegal geschürft wurden.

Tiffany positioniert sich damit als Vorreiter der Branche. Die Bekanntgabe, woher ein Diamant stammt, fällt der Schmuckindustrie schwer. „Kein anderer Anbieter von Diamanten nennt die Herkunft seiner Produkte“, betont Bogliolo daher stolz.

Bogliolo hat der etwas angestaubten Marke Tiffany eine Verjüngungskur verpasst, seit er im Jahr 2017 den Chefposten des Juwelierbetriebs übernommen hat. Er hat den Verwaltungsrat mit mehr Frauen besetzt und zudem Models und Schauspielerinnen wie beispielsweise Zoe Kravitz und Elle Flanning engagiert, die bei der jüngeren Generation ankommen. Für eine neue Kollektion tauchte er kürzlich ganz New York in die Tiffany-Farbe: türkise Taxis, türkise U-Bahn-Stationen und türkise Feuerwehrmänner.

Bogliolo kommt dabei seine Erfahrung aus Italien zugute. Der ehemalige Berater hat nicht nur 16 Jahre beim Juwelier Bulgari die Welt des Schmucks kennen gelernt. Er hat auch vier Jahre die Jeansmarke Diesel geleitet, die ein eher rebellisches Image hat.

Jetzt rebelliert Bogliolo gegen die oft nicht sauberen Praktiken der Diamanten-Branche. Die ersten Schmuck-Serien werden ab sofort die Herkunft der einzelnen Stücke nennen. Bis 2020 soll das Standard sein.

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