Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Alitalia Einigung in letzter Minute wendet Pleite ab

Die italienische Fluggesellschaft Alitalia ist vorerst gerettet. Die Airline hat massiv durch Billigflieger gelitten und plant daher ein massives Sparprogramm und Stellenstreichungen. Nun gab es einen Kompromiss.
Kommentieren
Der durch die italienische Regierung vermittelte Kompromiss sieht eine Reduzierung der Stellenstreichungen und geringere Kürzungen der Gehälter vor. Quelle: Reuters
Alitalia

Der durch die italienische Regierung vermittelte Kompromiss sieht eine Reduzierung der Stellenstreichungen und geringere Kürzungen der Gehälter vor.

(Foto: Reuters)

RomDie Pleite der schwer angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia ist in letzter Minute abgewendet worden. Management und Gewerkschaften erzielten am Freitagmorgen nach stundenlangen Verhandlungen eine Einigung, die der Airline eine finanzielle Atempause verschaffen soll.

Alitalia steckt seit Jahren in der Krise. Mitte März hatte das Management einen Rettungsplan vorgestellt. Er sieht ein drastisches Sparprogramm vor, der die einstige Staatsfluglinie binnen zwei Jahren wieder in die Gewinnzone bringen soll. Die Gewerkschaften riefen angesichts der vorgesehenen Stellenstreichungen und Kürzungen der Gehälter des Flugpersonals mehrfach zu Streiks auf.

Der Kompromiss, der durch die italienische Regierung vermittelt wurde, sieht nun laut Nachrichtenagentur Ansa vor, dass die Gehälter um durchschnittlich 8 statt 30 Prozent gekürzt und 980 statt fast 1400 der 12.500 Beschäftigten entlassen werden. In der kommenden Woche sollen die Mitarbeiter noch über den ausgehandelten Kompromiss in einem Referendum abstimmen. „Das ist die bestmögliche Lösung angesichts der Krise des Unternehmens“, sagte der Minister für Wirtschaftliche Entwicklung, Carlo Calenda, dem Radiosender Rai.

Alitalias Anteilseigner, darunter die Banken UniCredit und Intesa Sanpaolo, hatten damit gedroht, die Umschuldung von Verbindlichkeiten der Fluglinie zu blockieren, sollte es keinen Sanierungsplan geben.

Die Fluggesellschaft hat vor allem mit Billigfliegern zu kämpfen, die in den vergangenen Jahren massiv auf den italienischen Markt gedrängt waren. Die Übernahme von 49 Prozent der Anteile durch die arabische Fluggesellschaft Etihad aus Abu Dhabi sollte den Neustart bringen. Doch die Beteiligung erwies sich für die Araber bislang als teures Zuschussgeschäft – ähnlich wie ihre Beteiligung an Air Berlin.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Alitalia - Einigung in letzter Minute wendet Pleite ab

0 Kommentare zu "Alitalia: Einigung in letzter Minute wendet Pleite ab"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.