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Alno Bosnischer Investor reicht Angebot für Küchenhersteller ein

Alno steht vor einer Übernahme durch Tahoe. Die Investment-Gesellschaft der bosnischen Familie Hastor hat ein Angebot eingereicht. Sie könnten dem kriselnden Küchenhersteller wieder eine Perspektive geben.
16.11.2016 - 15:40 Uhr Kommentieren
Alno-Chef Max Müller äußerte sich positiv über den geplanten Einstieg des bosnischen Investors. Quelle: dpa
Küchenhersteller Alno

Alno-Chef Max Müller äußerte sich positiv über den geplanten Einstieg des bosnischen Investors.

(Foto: dpa)

Pfullendorf/Frankfurt Die von der bosnischen Unternehmerfamilie Hastor kontrollierte Investment-Gesellschaft Tahoe hat wie angekündigt ein Übernahmeangebot für den Küchenhersteller Alno eingereicht. Wie aus den am Mittwoch vorgelegten Unterlagen hervorgeht, sollen die Alno-Aktionäre 0,50 Euro je Papier bekommen. Eine erste Annahmefrist läuft bis zum 14. Dezember, danach gibt es noch einen zweiten Zeitraum vom 22. Dezember bis zum 4. Januar 2017.

Anfang November hatte Alno mitgeteilt, dass Tahoe eine Option auf die Übernahme von etwa 14 Prozent der Stammaktien wahrnehmen wolle. Diese gehörten bisher dem US-Hausgerätehersteller Whirlpool. Alno schrieb auch in den ersten drei Quartalen rote Zahlen. Der operative Verlust der Küchenfirma aus Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 12,6 auf 15,2 Millionen Euro an.

Alno-Chef Max Müller begrüßte den geplanten Einstieg. Tahoe sei „ein strategischer Großinvestor, der uns Stabilität sowie eine klare Perspektive gibt“. Zuvor hatte Tahoe sich schon ein Paket über 2,65 Prozent der Stammaktien gesichert und eine Stimmrechtsvereinbarung mit anderen Eignern geschlossen. Tahoe kontrolliert damit rund ein Drittel der Anteile, Vertreter sollen in den Aufsichtsrat einziehen.

Der Familie Hastor gehört auch die Prevent-Gruppe, die unter anderem Autozulieferer ist. Sie hatte jüngst Volkswagen unter Druck gebracht, als zwei Prevent-Töchter die Lieferung von Teilen zwischenzeitlich verweigerten. Grund war ein Streit um Vertragskonditionen. Die Produktion im VW-Stammwerk Wolfsburg stand deshalb teils still.

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