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Alysia Montaño 800-Meter-Lauf bei 43 Grad mit Babybauch – und das nur für den Sponsor

Die Leichtathletin unterstellt ihrem einstigen Sponsor Nike einen schäbigen Umgang mit schwangeren Athletinnen. Andere Sportlerinnen pflichten ihr bei.
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Mit Babybauch auf der Laufbahn. Quelle: Getty Images Sport/Getty Images
Alysia Montaño

Mit Babybauch auf der Laufbahn.

(Foto: Getty Images Sport/Getty Images)

München Als die Leichtathletin Alysia Montaño im Sommer vor zwei Jahren bei 43 Grad Hitze zu einem 800-Meter-Rennen antrat, konnten es viele Beobachter nicht fassen. Die damals 31-Jährige war im fünften Monat schwanger. „Ich repräsentiere Frauen, ich repräsentiere schwarze Frauen, ich repräsentiere schwangere Frauen. Das ist fantastisch“, jubelte sie nach dem Lauf. Und überhaupt: 2014 sei sie noch im achten Monat gelaufen.

Die Frau mit dem Babybauch auf der Bahn sorgte weltweit für Diskussionen. Inzwischen ist klar: Tatsächlich waren die Auftritte alles andere als Jubelmomente für Montaño. Die Sportlerin fühlte sich von Sponsor Nike unter Druck gesetzt und fürchtete um ihren Lebensunterhalt. Kein Sport, kein Geld. In einem Beitrag für die „New York Times“ hat die junge Mutter jüngst über das aus ihrer Sicht schäbige Verhalten des größten Sportkonzerns der Welt geklagt. Und sie ist nicht die Einzige, der es so erging.

Die Langstreckenläuferin Kara Goucher berichtete, dass sie drei Monate nach der Entbindung einen Halbmarathon absolvierte und nach sieben Monaten den Boston-Marathon, damit ihre Bezüge nicht gekürzt würden. Sie leide seither an Schmerzen in der Hüfte.

Vergangene Woche wagte sich eine weitere Athletin aus der Deckung: die sechsfache Olympiasiegerin Allyson Felix. Das Wichtigste sei gewesen, eine Schwangerschaft zu verschweigen, sagte sie. Mit Schweigen lasse sich allerdings nichts ändern.

„Wir müssen die Marken in die Pflicht nehmen“, forderte die 33-Jährige. Es hat seinen Grund, dass die Athletinnen jetzt die Öffentlichkeit suchen. Sie ärgern sich über Werbung, die der Turnschuhhersteller zum Muttertag veröffentlicht hat. Darin feiert das Label die Leistungen und das Potenzial von Frauen im Sport.

Die Amerikaner diskutieren seither kontrovers über die Sache. Nicht alle teilen die Meinung der Sportlerinnen. Denn Nike sei nicht der Arbeitgeber, sondern nur Sponsor. Der Adidas-Konkurrent teilte unterdessen mit, seit vergangenem Jahr werde sichergestellt, dass Frauen während der Schwangerschaft unterstützt würden.

Mehr: US-Schuhhersteller befürchten höhere Preise für Endverbraucher. In einem Brief fordern sie Präsident Donald Trump auf, das Vorhaben zu beenden.

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