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Am Prime Day Streik bei Amazon – Verdi ist mit Beteiligung zufrieden

Die Gewerkschaft Verdi nutzte den prestigeträchtigen Prime Day erneut für Streiks bei Amazon – und rechnet mit wirtschaftlichem Schaden.
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Streik am Prime Day: Verdi will Amazon schaden Quelle: dpa
Streik bei Amazon

Bundesweit beschäftigt der US-Händler rund 16.000 Menschen – ohne Tarifvertrag.

(Foto: dpa)

Berlin, Frankfurt Mit bundesweiten Streiks hat die Gewerkschaft Verdi den Sonderverkaufstag Prime Day beim Internet-Händler Amazon begleitet. Beteiligt hätten sich rund 2400 Mitarbeiter, berichtete ein Gewerkschaftssprecher in Berlin.

Nach seiner Einschätzung sei das Streikziel eines wirtschaftlichen Schadens erreicht worden, auch wenn Amazon mit Ersatzmannschaften den Betrieb aufrecht erhalte. In den Zentren Graben und Rheinberg seien die Manager aufgefordert worden, selbst mit Hand anzulegen. Ein Amazon-Sprecher betonte, der größte Teil der Mitarbeiter habe am Prime Day ganz normal gearbeitet. „Die Kundenbestellungen kommen pünktlich an.“

In Leipzig wollten die Gewerkschafter auch am Mittwoch weiterstreiken, wie der lokale Verdi-Fachbereichsleiter Jörg Lauenroth-Mago ankündigte. „Arbeitskräfte sind nicht zum Schnäppchenpreis zu haben“, sagte er.

Hintergrund ist der seit 2013 schwelende Konflikt um einen Tarifvertrag für die bundesweit rund 16.000 Beschäftigten des US-Händlers, der sich bislang Tarifverhandlungen mit Verdi verweigert hat. Man könne auch ohne Tarifvertrag ein fairer und verantwortungsvoller Arbeitgeber sein, hatte zuletzt eine Unternehmenssprecherin betont. Auswirkungen hätten die Streiks nicht, weil der weitaus größere Teil der Belegschaft regulär arbeite.

  • dpa
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