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Amazon Rewe-Chef erwartet „Sturm“ im Lebensmittelhandel

Der Internet-Konzern Amazon könnte schon bald auch im deutschen Lebensmittelhandel mitmischen. Rewe-Chef Alain Caparros ist davon überzeugt, dass das zu heftigen Verwerfungen auf dem Markt führen wird.
Der Vorstandsvorsitzende von Rewe fordert die Branche zum Handeln auf. Quelle: dpa
Alain Caparros

Der Vorstandsvorsitzende von Rewe fordert die Branche zum Handeln auf.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der erwartete Einstieg des US-Internethändlers Amazon in den deutschen Lebensmittelmarkt wird nach Ansicht von Rewe-Chef Alain Caparros zu heftigen Verwerfungen führen. „Wahrscheinlich wird nicht nur Staub aufgewirbelt, sondern ein Sturm entfacht“, schrieb er in einem Beitrag für die „Wirtschaftswoche“, der am Donnerstag vorab in Auszügen veröffentlicht wurde. Zu erwarten sei eine „Verschärfung des Verdrängungswettbewerbs“.

Unter dem Namen Amazon Fresh bietet der Konzern bereits in den USA und Großbritannien die Lieferung frischer Lebensmittel an. Ein Start für Deutschland wurde ebenfalls angekündigt, bisher hat Amazon aber kein Datum oder andere Details dazu genannt.

In Berlin können Kunden des Amazon-Premiumdienstes Prime sich bereits bestimmte frische und tiefgekühlte Lebensmittel liefern lassen. Dieses Angebot gehört zum kostenpflichtigen Service Prime Now, der eine Lieferung zahlreicher Produkte binnen einer Stunde nach der Bestellung via Smartphone verspricht.

Rewe-Chef Caparros verwies darauf, dass Deutschland für Amazon „der zweitwichtigste Markt der Welt“ sei. „Wer glaubt, dass dieses Unternehmen hierzulande nur mal so testet, was geht oder nicht geht, ist naiv.“ Für den deutschen Lebensmittelhandel sei es „höchste Zeit, über den Tellerrand der eigenen Branche hinauszublicken und weiter zu denken, wohin uns die Digitalisierung treibt“, mahnte Caparros.

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  • afp
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