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Amazon Streik am größten deutschen Standort droht

Dem Versandhändler Amazon droht am größten deutschen Standort in Bad Hersfeld ein Streik der Belegschaft. Amazon lehnt weiterhin die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab. Verdi will nun im April eine Urabstimmung abhalten.
08.04.2013 - 17:24 Uhr 3 Kommentare
Amazon lehnt weiterhin die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab. Quelle: dpa

Amazon lehnt weiterhin die Aufnahme von Tarifverhandlungen ab.

(Foto: dpa)

Fulda Nun droht auch dem Standort Bad Hersfeld des Internet-Versandhändlers Amazon ein Streik der Belegschaft. Der Versandriese lehne die Aufnahme von Tarifverhandlungen weiter ab, die Fronten seien verhärtet, berichtete die Gewerkschaft Verdi am Montag nach einem Gespräch mit Amazon in Fulda. Bad Hersfeld ist der größte deutsche Standort des Unternehmens. In der Vorwoche hatte bereits die Amazon-Belegschaft in Leipzig bei einer Urabstimmung Streiks zugestimmt - erstmals in Deutschland.

Amazon teilte mit, das Unternehmen sei weiter zu informellen Gesprächen bereit, sehe aber derzeit wenige Gemeinsamkeiten, um Verhandlungen aufzunehmen.

Verdi kündigte an, im Lauf des Aprils werde nun eine Urabstimmung vorbereitet. Für einen Streik ist eine Zustimmung von 75 Prozent der Mitglieder erforderlich. Verdi sei zuversichtlich, die Arbeits- und Einkommensbedingungen der 3200 Beschäftigten mit den Mitteln des Arbeitskampfes verbessern zu können, sagte ein Verdi-Vertreter.

Am Dienstag will Verdi die Beschäftigten vor den beiden Versandcentern in Bad Hersfeld über die Haltung des Unternehmens informieren.

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Standort erkennen

    Verdi will das Unternehmen dazu bewegen, sich an den Tarifvertrag für den Versand- und Einzelhandel zu binden. Amazon orientiert sich hingegen an der Bezahlung der Logistikbranche. „Dadurch bekommt ein Beschäftigter 9000 Euro brutto weniger im Jahr“, rechnete Verdi exemplarisch vor. Bundesweit beschäftigt Amazon 9000 Mitarbeiter.

    • dpa
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    3 Kommentare zu "Amazon: Streik am größten deutschen Standort droht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • sehe ich das also richtig, das Verdi 9000*9000, also 81 Millionen mehr von Amazon haben möchte?Das wäre ja immerhin knapp die Hälfte des letztjährigen weltweiten Netto-Gewinns - ob das realistisch ist?

    • Soviel zur Tariffreiheit.
      Man kann auch mit anderen Mitteln den Mindestlohn herausfordern, wie man sieht.
      Außerdem wird es Zeit, das die Kunden an der vermeintlichen Bequemlichkeit sich jedes Zeug ins Haus liefern zu lassen, beteiligt werden. Sie hätten ja auch ansonsten Fahrtkosten zum nächsten Geschäft. Dienstleistung ist Dienstleistung, und die muß bezahlt werden, und man muß sich diese auch leisten können.

    • #define AMZONe _

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