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Analyse Deutsche Post transportiert so viele Pakete wie nie – und doch sinkt der Gewinn

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Nach dem Abgang von Vorstand Jürgen Gerdes im vergangenen Frühjahr wurde die Sanierung des deutschen Post- und Paketgeschäftes in Angriff genommen. Quelle: dpa
Briefzentrum in Gera

Nach dem Abgang von Vorstand Jürgen Gerdes im vergangenen Frühjahr wurde die Sanierung des deutschen Post- und Paketgeschäftes in Angriff genommen.

(Foto: dpa)

BonnDie Deutsche Post hat am Donnerstag ihren Jahresabschluss für 2018 vorgelegt. Die wichtigsten Fakten:

  • Der Konzernumsatz stieg auf 61,6 Milliarden Euro; das entspricht einem organischen Zuwachs von sechs Prozent
  • Das operative Ergebnis (Ebit) sank von 3,7 Milliarden Euro (2017) auf 3,2 Milliarden Euro
  • Die Dividende soll unverändert bei 1,15 Euro je Aktie liegen
  • Die Prognose für 2020 wird bestätigt: Die Deutsche Post erwartet ein operatives Ergebnis von mindestens fünf Milliarden Euro

Das fällt positiv auf:

Vom Boom profitiert: Das vierte Quartal ist für die Deutsche Post äußerst positiv gelaufen. Der Umsatz stieg um 5,1 Prozent und damit deutlich mehr als im Gesamtjahr. In diesem Zeitraum verzeichnete die Deutsche Post nur ein Umsatzplus von 1,8 Prozent. Die Post hat damit besonders gut vom traditionell starken Weihnachtsgeschäft profitiert. Im Gesamtjahr transportierte die Post so viele Pakete wie nie, insgesamt 1,5 Milliarden.

Das fällt negativ auf:

Sanierungskosten: Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2018 liegt unter den Zahlen des Vorjahres. Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe. Zum einen hat die Post nach dem Abgang von Vorstand Jürgen Gerdes im Frühjahr die Sanierung des deutschen Post- und Paketgeschäftes in Angriff genommen.

Das kostete allein 502 Millionen Euro Belastung unter anderem durch Personalabbau. Das operative Ergebnis (Ebit) dieser Sparte brach deshalb von 1,5 Milliarden Euro auf 656 Millionen Euro ein.

Außerdem muss die Post aufgrund neuer Bilanzierungsregeln jetzt Leasingverträge in die Bilanz nehmen. Das Nettoergebnis des Konzerns fiel deshalb von 2,7 auf 2,1 Milliarden Euro. Das sind allerdings Einmaleffekte.

Was jetzt kommt:

Kräftiger Gewinnschub: Postchef Frank Appel hält an seiner Prognose, im Geschäftsjahr 2020 mindestens fünf Milliarden Euro operatives Ergebnis zu erwirtschaften, fest. Die Voraussetzungen  dafür sind geschaffen. Durch die Sanierung des Post- und Paketgeschäftes dürfte diese Sparte im laufenden Jahr einen erstaunlichen Turnaround hinlegen.

Allein das seit dem ersten Januar in eine eigenständige Sparte ausgegliederte inländische Post- und Paketgeschäft soll in diesem Jahr wieder zwischen 1 und 1,3 Milliarden Euro Gewinn machen. Offen ist allerdings, ob die weltwirtschaftlichen Turbulenzen nicht doch auf die Post-Bilanzen durchschlagen werden.

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