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Anhaltende Trockenheit Niedriger Wasserstand macht Binnenschifffahrt zu schaffen

Es regnet kaum. Die dadurch niedrigen Wasserstände der Flüsse bekommen die Binnenschiffer in Deutschland zu spüren. Doch die sind das bereits gewohnt.
14.07.2018 - 11:49 Uhr Kommentieren
Die anhaltende Trockenheit wirkt sich auf die Arbeit der Binnenschiffer aus. Quelle: dpa
Niedrigwasser

Die anhaltende Trockenheit wirkt sich auf die Arbeit der Binnenschiffer aus.

(Foto: dpa)

Duisburg Die anhaltende Trockenheit in Deutschland hat auch Folgen für die Binnenschifffahrt. Auf dem Rhein und anderen Flüssen können Güterschiffe nicht mehr voll beladen werden. „Das ist im Sommer aber nichts Ungewöhnliches“, sagte Roberto Spranzi, Vorstand der Binnenschiffer-Genossenschaft DTG in Duisburg, der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ladung werde in den meisten Fällen auf mehrere Schiffe verteilt. In der DTG haben sich rund 100 selbstständige Schiffseigentümer, sogenannte Partikuliere, zusammengeschlossen.

Bei Niedrigwasser erheben die Schiffseigner den sogenannten Kleinwasserzuschlag als Entschädigung für die nicht volle Auslastung der Schiffe. Das ist nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) in zahlreichen Frachtverträgen verankert.

Die niedrigen Wasserstände wirken sich vor allem bei größeren Schiffen aus. Das betrifft beispielsweise die Reederei Jaegers mit Sitz in Duisburg. Sie schickt nach eigenen Angaben durchschnittlich 180 Tankfrachter pro Tag über den Rhein. Auf der Strecke südlich von Koblenz könnten diese derzeit nur mit 50 bis 60 Prozent der Maximalladung fahren, sagte ein Mitarbeiter der Reederei.

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    Richtung Niederrhein bis einschließlich Köln sei die Situation besser. Dort könnten etwa drei Viertel der Kapazität genutzt werden.

    Einschränkungen für den Schiffsverkehr gibt es auch auf der Elbe. Zwischen Magdeburg und Hamburg können nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Lauenburg Frachtschiffe wegen des Niedrigwassers nur leer fahren. Die Elbe habe auf diesem Abschnitt allerdings nur eine recht geringe Bedeutung für den Frachtverkehr, sagte Amtsleiter Tilman Treber. Die meisten Schiffe nehmen demnach den Mittellandkanal und den Elbe-Seitenkanal.

    Anders als bei Hochwasser werden bei niedrigen Wasserständen von den Behörden keine Einschränkungen und Sperrungen verhängt. „In der Regel ist die Schifffahrt bis an die physikalische Grenze möglich – so lange die Sicherheit gewährleistet ist“, hieß es beim BDB. „Die Durchführung der Fahrt liegt damit in der Verantwortung des Binnenschiffers.“

    Bei Köln war ein Schiffsführer am vergangenen Dienstag nicht vorsichtig genug. Sein Containerschiff fuhr sich auf dem Rhein fest und musste teilweise entladen werden, um es wieder flott zu bekommen.

    Den Ausflugsschiffen auf dem Rhein bereitet das Niedrigwasser bislang keine Probleme. „Alle Anleger können angesteuert werden“, sagte Nicole Becker von Branchenführer Köln-Düsseldorfer Rheinschifffahrt.

    • dpa
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