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Arbeitsausstand der Lokführer Das sind die Profiteure des Bahnstreiks

Der Alltag muss weitergehen, auch wenn die Bahn nicht fährt – und so profitieren andere Verkehrsdienstleister wie Fernbusse und Leasingfirmen von dem Streik der GDL-Lokführer. Doch nicht alle Konkurrenten gewinnen hinzu.
08.11.2014 Update: 08.11.2014 - 09:30 Uhr Kommentieren
Sie dürften diejenigen sein, die von dem Bahnstreik am stärksten profitieren: Fernbusbetreiber wie Mein Fernbus. Quelle: dpa

Sie dürften diejenigen sein, die von dem Bahnstreik am stärksten profitieren: Fernbusbetreiber wie Mein Fernbus.

(Foto: dpa)

Berlin/ Frankfurt Eine Traube von Menschen drängelt sich an der schmalen Haltestelle am Freiburger Hauptbahnhof. Der Bus nach Stuttgart ist am Freitagabend bis auf den letzten Platz besetzt. Als die Nachrichtenportale am Dienstag über die Ankündigung des Lokführer-Streiks berichteten, war die Strecke binnen weniger Stunden ausgebucht - wie viele Fernbusverbindungen an diesem Wochenende.

„Das wird ein Rekordwochenende“, frohlockt eine Sprecherin des Betreibers Mein Fernbus in Berlin. Auch nach der Absage der Streiks für Sonntag hat das Unternehmen noch bis Montag Zusatzfahrzeuge im Einsatz. 150 Busse schicke Mein Ferbus zusätzlich auf die Straße, das entspreche 130 Fahrten pro Tag. Ein Sprecher des Konkurrenten Dein Bus sagt: „Wir haben doppelt so viele Passagiere wie sonst im Bus.“ Der größte Nutzen sei der Imagegewinn für die Fernbusse an diesem Wochenende. Auch ADAC Postbus setzte während der Streiktage zusätzliche Busse ein.

Bei den Mitfahrzentralen liefen die Server ebenfalls schon am Dienstagnachmittag heiß. Die Preise seien stabil bei 5 bis 7 Euro pro 100 Kilometer geblieben, sagt ein Sprecher von „mitfahrgelegenheit.de“. Trotzdem dürfte das Portal mehr eingenommen haben. Elf Prozent des vereinbarten Preises gibt der Fahrer für die Vermittlung ab. An einem normalen Freitag würden 100.000 Plätze gebucht. In der vergangenen Woche seien es mehr als 250.000 gewesen.

Mietwagenfirmen wie Sixt und Europcar sprachen von einer höheren Nachfrage, ohne Zahlen zu nennen. Einzelne Stationen seien ausgebucht gewesen, sagt eine Sixt-Sprecherin. Welche Vorteile der Verleihdient aus den Querelen bei der Bahn schlägt, lässt allein die ironische Werbekampagne mit Sprüchen wie „HDGDL - GDL“ und „Unser Mitarbeiter des Jahres“ als Untertitel eines Bildes des GDL-Chefs Claus Weselsky erahnen.

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