Arbeitskampf bei Tuifly Noch viele Fragen offen

Wilder Streik: Wer den Tuifly-Mitarbeitern eine geplante Aktion vorwerfen will, muss das erst einmal nachweisen. Die Gewerkschaften weisen Vorwürfe zurück.
„Krankmeldung nach Recht und Gesetz “ Quelle: dpa
Tuifly-Mitarbeiter und Angehörige protestieren

Krankmeldung nach Recht und Gesetz

(Foto: dpa)

Krankfeiern als Mittel des Arbeitskampfs ist kein neues Phänomen. 1973 versuchten die damals noch verbeamteten und deshalb mit Streikverbot belegten Fluglotsen, durch verabredetes langsames Arbeiten („go slow“) und haufenweise Krankmeldungen („go sick“) bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld herauszuschlagen. Beides verletze die Regeln eines fairen Arbeitskampfs, urteilte der Bundesgerichtshof sechs Jahre später.

Wer den Tuifly-Beschäftigten nun Ähnliches vorwerfen will, muss aber erst mal nachweisen, dass sie nicht wirklich krank gewesen sind – und das ist praktisch kaum möglich. Sowohl die Flugbegleitergewerkschaft Ufo als auch Verdi weisen vehement Verdächtigungen der Arbeitgeber zurück, die Aktion orchestriert zu haben.

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