Arzneimittel-Handel Amazon untergräbt mit Eigenmarke US-Medikamentenmarkt

Nach Krankenkasse auch Arzneimittel: Online-Gigant Amazon verkauft in den USA rezeptfreie Medikamente – an den großen Apothekenketten vorbei.
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Der Online-Händler verkauft in den USA rezeptfreie Medikamente. Quelle: AP
Apotheke Amazon

Der Online-Händler verkauft in den USA rezeptfreie Medikamente.

(Foto: AP)

New YorkMit der Eigenmarke „Basic Care“ will Amazon jetzt auch den Markt für Medikamente erobern. In den USA können Kunden rezeptfreie Allergie- und Schmerzmittel online bestellen. Für die großen Apotheken-Einzelhandelsketten wie Walgreens, CVS und Rite Aid bedeutet das verstärkten Preisdruck.

Online-Gigant Amazon verkauft bereits seit August rund 60 verschiedene Produkte von Ibuprofen über Nikotinersatzpräparate bis zu Haarwuchsmittel des Generika-Herstellers Perrigo unter dem Eigennamen. Der Preisunterschied ist teilweise erstaunlich. Die Allergietabletten von Amazon kosten laut „Business Insider“ beispielsweise um die 13 Dollar, während Kunden bei der Pharma-Kette Walgreens für ein vergleichbares Produkt rund 45 Dollar hinblättern müssen.

Ob Amazon mit „Basic Care“ auch in Deutschland punkten kann, ist fraglich. Viele rezeptfreie Medikamente sind hierzulande trotzdem noch apothekenpflichtig. Doc Morris oder die Shop-Apotheke bieten zwar auch Aspirin oder Heilsalben online an, für akute Fälle ist die Apotheke um die Ecke dennoch erste Anlaufstelle.

Beim Thema Gesundheit hatte Amazon-Gründer Jeff Bezos eben erst Schlagzeilen gemacht: Enttäuscht vom überteuerten und unzureichenden amerikanischen Gesundheitssystem kündigte er an, eine eigene Krankenkasse für Mitarbeiter zu gründen – zusammen mit den Kollegen der Unternehmen Berkshire Hathaway und JP Morgan Chase.

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1 Kommentar zu "Arzneimittel-Handel: Amazon untergräbt mit Eigenmarke US-Medikamentenmarkt"

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  • Das ist gut so!
    Die Pharmabranche bekommt mit ihren übertriebenen Preisen (besonders in Deutschland) endlich Gegenwind.
    Wir alle wissen inzwischen, dass die Gelder nicht wie immer behauptet überwiegend in die Forschung gehen, sondern ins Marketing, Vorstandsgehälter und Gewinne für Aktionäre.
    Wettbewerb ist dringend geboten!

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