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Astrid Stange Digitalexpertin kontrolliert künftig die Lufthansa

Die Axa-Vorständin zieht in den Aufsichtsrat der Fluggesellschaft ein. Dort soll sie die technologische Neuausrichtung voranbringen.
05.05.2020 - 16:35 Uhr Kommentieren
Die Axa-Vorständin wurde am Montag auf der Lufthansa-HV in den Aufsichtsrat gewählt. Quelle: imago/Horst Galuschka
Astrid Stange

Die Axa-Vorständin wurde am Montag auf der Lufthansa-HV in den Aufsichtsrat gewählt.

(Foto: imago/Horst Galuschka)

Frankfurt, München Ihren ersten Auftritt vor den Lufthansa-Aktionären dürfte sich Astrid Stange anders vorgestellt haben. Anstatt sich in der Frankfurter Jahrhunderthalle von Angesicht zu Angesicht zu präsentieren, wurde sie am Dienstag per Video zur virtuellen Hauptversammlung in die Konzernzentrale zugeschaltet.

Die Aktionäre konnte sie dennoch von „ihrer Erfahrung in der technologischen Neuausrichtung“ eines Unternehmens überzeugen. Sie wählten die Axa-Vorständin in den Aufsichtsrat. Mit der Wirtschaftswissenschaftlerin, die ihre Wurzeln im Ruhrgebiet hat, zieht vor allem Digitalkompetenz in das Kontrollgremium ein.

Natürlich gibt es in Corona-Zeiten, in denen das Geschäft der Airline quasi zum Stillstand gekommen ist, zunächst andere Herausforderungen. Aber schon jetzt muss der Dax-Konzern über die wohl größte Krise in der Luftfahrt hinausdenken. Und dabei geht es auch um IT, denn die ist bei Lufthansa wie bei fast allen Fluggesellschaften komplex. Hier kommt Stanges Expertise ins Spiel.

Die 54-Jährige ist seit 2017 im Axa-Konzern Chief Operating Officer und verantwortet die globale Technologiestrategie des Versicherers und deren Umsetzung. Vor ihrem Einstieg bei Axa war sie insgesamt 18 Jahre für die Beratungsgesellschaft Boston Consulting tätig.

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Standort erkennen

    Dort betreute sie den Versicherungssektor und machte sich in der Branche einen guten Namen. Gerade weil sie frühzeitig erkannte, dass dort der Veränderungsprozess durch Digitalisierung, Regulierung und die neue Konkurrenz aus der Tech-Branche immens war.

    Tech-Konzerne setzen Versicherer unter Druck

    Axa-Konzernchef Thomas Buberl, der damals noch die deutsche Tochter des französischen Großkonzerns in Köln leitete, erkannte Stanges Potenzial. 2014 holte er sie in den Vorstand der deutschen Axa und machte sie verantwortlich für die Bereiche Strategie, Personal und Organisation.

    Schnell galt sie in der Branche als das fortschrittliche Gesicht der Digitalisierung: weil sie über den Veränderungsdruck sprach; weil durch Angreifer wie Amazon oder Google ein existenzieller Druck auf den Versicherern laste. Das hatte man in dieser Deutlichkeit bislang nicht gehört.

    Stattdessen sonnten sich viele Versicherer in Selbstgefälligkeit und verwiesen auf hohe Gewinne. Als Buberl auf den Chefsessel des weltgrößten Versicherers nach Paris berufen wurde, holte er Stange in den Konzernvorstand. Weil dort dringend Veränderung nötig war, machte sie 2017 für ein halbes Jahr den alten Job in Köln und den neuen in Paris parallel.

    Zugute kommt Stange, dass sie auch privat eine Affinität zu Technik hat. Den Datenschatz von Fitness-Trackern, Smartphones und Autos hatte sie schon vor Jahren thematisiert, ebenso den Nutzen von Drohnen in der Schadenbearbeitung.

    „Wie Axa ist Lufthansa ein datengetriebenes und durch Zukäufe gewachsenes Unternehmen“, ließ sie die Aktionäre wissen. „Ich denke, dass ich meine Erfahrung in den Lufthansa-Aufsichtsrat gut einbringen kann.“

    Mehr: Ryanair-Chef O’Leary: „Lufthansa will sich am Staat bereichern“.

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