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Auch Eon und EnBW denken darüber nach, ihre Privatkundentarife zu erhöhen Strompreiserhöhungen sorgen für neuen Unmut in der Politik

Die Spannungen zwischen Politik und Stromwirtschaft nehmen zu. Während Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement die jüngst bekannt gegebenen Strompreiserhöhungen von Vattenfall Europe und RWE als „nicht angebracht“ kritisiert, wollen nun auch Eon Energie und EnBW ihre Strompreise im Privatkundenbereich anheben.

HB DÜSSELDORF. Eon-Energie-Vorstandschef Johannes Teyssen begründete die geplante Anhebung vor allem mit den gestiegenen Kosten für Kohle und andere Energieträger. Eon werde diese an die Kunden weitergeben, aber darauf achten, die Abnehmer nicht übermäßig zu belasten. Über die Höhe der Anhebung ist nach Angaben eines Sprechers noch keine Entscheidung gefallen. Eon müsste die Preissteigerung in diesem Monat bei den Aufsichtsbehörden anmelden, um die Erhöhung zum Jahreswechsel umzusetzen.

Ein EnBW-Sprecher wiederum sagt, die Erhöhung für Endkunden müsse nicht zwingend zum Jahresbeginn greifen. Doch auch beim Karlsruher Versorger scheint angesichts höherer Beschaffungskosten ein Preisanstieg unvermeidbar. Bei der Beschaffung fallen in erster Linie die Kosten für Primärenergien ins Gewicht: Bei konventionellen Kraftwerken sind das Kohle, Öl und Gas.

Auch für Industriekunden verteuert sich der Energiebezug. Hier allerdings auch durch steigende Netznutzungsentgelte. RWE und Vattenfall Europe haben eine Erhöhung dieser Durchleitungsgebühren bereits angekündigt. Vattenfall legt auf der Höchstspannungsebene bei den Entgelten um 19 Prozent zu. Während EnBW noch darüber nachdenkt, die Durchleitungsgebühren zu erhöhen, verspricht Eon zumindest auf der Hochspannungsebene stabile Tarife. Hier will der Düsseldorfer Versorger die Entgelte im gesamten kommenden Jahr nicht erhöhen. Auf der Mittel- und Niederspannungsebene dagegen würden die Netznutzungsentgelte wohl zwischen zwei und fünf Prozent steigern, sagt ein Sprecher.

Vattenfall Europe macht für den jüngst angekündigten Preisanstieg das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) verantwortlich. Diese Argumentation ruft jedoch sogar bei den Mitbewerbern Kopfschütteln hervor. Denn nach dem in der EEG-Novelle vorgesehenen Leistungsausgleich, der seit Anfang September greift, werden Vattenfall und Eon von den durch erneuerbare Energien verursachten Netzkosten entlastet. RWE und die EnBW müssen dies ausgleichen.

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