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Ausbau der Marktführerschaft angestrebt Edeka bietet Discountern Paroli

Die Edeka-Gruppe will mit eigenen Billigangeboten und einem Kernsortiment für alle Läden den Siegeszug der Lebensmittel-Discounter stoppen. „Unser Ziel ist es, die Position der Nummer eins im deutschen Markt erheblich auszubauen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Edeka Zentrale AG, Alfons Frenk, am Sonntag auf der Jahrestagung in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Die Gruppe könne den Kunden mit ihrem deutlich größeren Sortiment und den frischen Produkten einen deutlichen Mehrwert liefern. Die Branchenlage werde allerdings auch 2003 schwierig bleiben.

Die Edeka-Gruppe kommt aus dem Genossenschaftswesen und wurde vor knapp 100 Jahren als Selbsthilfeorganisation für Einzelhändler gegründet. Im vergangenen Jahr war der Umsatz mit 32,5 Mrd. € stabil. Insgesamt habe es im Markt Anteilsverschiebungen im bisher nicht gekannten Ausmaß zu Gunsten der Discounter gegeben, sagte Frenk. „Das Jahr 2002 wird als das Jahr des Discounts in die Geschichte des deutschen Lebensmitteleinzelhandels eingehen.“ Auch das laufende Jahr werde mit einem erwarteten Marktrückgang um ein Prozent bei weiterem Flächenzuwachs nicht einfacher. „Der Druck im Kessel wird nochmals erhöht.“

Die Edeka sieht sich für den Verdrängungswettbewerb gut positioniert. Allerdings müssten die Synergiemöglichkeiten noch besser genutzt werden, sagte Frenk laut Redetext. Dazu wollen die Edeka-Läden ab Spätherbst in allen Geschäften ein einheitliches Kernsortiment von 5000 Artikeln anbieten. Auf diesem Weg kann die Einkaufsmacht gebündelt werden. Zu dem Kernsortiment gehören unter anderem 500 Artikel auf Discountpreis-Niveau und 3500 DMenartikel. Im Schnitt führen Edeka-Märkte 10 000 bis 20 000 Artikel, ein Vielfaches des Angebots bei den Discountern.

Frenk kritisierte, dass die Gruppe bisher ihre bekannte Marke nicht ausreichend genutzt habe. „Wir verfügen über einen unschätzbaren Wert und nutzen ihn gar nicht vollständig.“ Dazu sollen alle Geschäfte unter der Dachmarke Edeka geführt werde.

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