Bahn hält Preise nahezu konstant Fernbus-Konkurrenz bedrängt die Deutsche Bahn

Die Konkurrenz durch die Fernbusse setzt der Deutschen Bahn zu. Daher bleiben die Fahrpreise für Fernzüge in Deutschland in der 2. Klasse unverändert. Allerdings muss für einen Platz in der 1. Klasse mehr bezahlt werden.
Update: 29.09.2014 - 11:14 Uhr 2 Kommentare
Die Bahn dreht deutlich langsamer an der Preisschraube. Quelle: dpa

Die Bahn dreht deutlich langsamer an der Preisschraube.

(Foto: dpa)

BerlinDie Deutsche Bahn lässt die Fahrpreise in der zweiten Klasse des Fernverkehrs unverändert. In der ersten Klasse werden Fahrkarten im Dezember 2,9 Prozent teurer, im gesamten Regionalverkehr um 1,9 Prozent, wie Personenverkehrsvorstand Ulrich Homburg am Montag in Berlin ankündigte.

Die Nullrunde in der zweiten Klasse des Fernverkehrs hat jedoch eine Einschränkung: Zahlungen per Kreditkarte und mit Paypal-System kosten künftig Gebühren für innerdeutsche Fernverkehrstickets und die Bahncards. Die Gebühr soll ab einem Betrag von 50 Euro fällig werden und maximal ein Prozent des Kaufpreises oder höchstens drei Euro betragen. Zahlungen per Lastschrift oder in Bar sind davon nicht betroffen.

Ein neuer Service: Fahrgäste in ICE, Intercity und Eurocity können in der ersten Klasse über WLAN kostenlos im Internet surfen. In der zweiten Klasse werde das kostenlose WLAN voraussichtlich 2016 eingeführt. Kunden, die mit Kreditkarte und dem Internet-Bezahldienst PayPal bezahlen, müssen dafür künftig eine Gebühr entrichten.

Die Bahn dreht damit trotz steigender Energie- und Personalkosten deutlich langsamer an der Preisschraube als in den Vorjahren. Als einen Grund nannte Homburg die Konkurrenz durch Fernbusse. „Wir wollen unseren treuen Kunden zeigen, dass wir schon mitbekommen haben, dass die Wettbewerbssituation eine andere ist.“ Die Bahn werde sich aber nicht auf einen Preiskampf einlassen.

Im Fernverkehr steht die Bahn unter wachsendem Druck der Fernbusse, die häufig zwar langsamer, aber meistens zu niedrigeren Fahrpreisen ans Ziel kommen. Homburg musste im Sommer zugeben, die neue Konkurrenz unterschätzt zu haben, als Anfang 2013 der Markt für Busstrecken über 50 Kilometer geöffnet wurde.

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2 Kommentare zu "Bahn hält Preise nahezu konstant: Fernbus-Konkurrenz bedrängt die Deutsche Bahn "

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  • Die Autisten sind hier am Werk. Wenn hier jeder seine Presse erhöht, kommen andere Zweige mit den Tariferhöhungen nicht nach. Demzufolge kommen Arbeitnehmer auch immer schwerer zur Arbeit.

  • Sehr gut! Da zeigt sich wieder wie gut doch Wettbewerb einem Monopolisten tut. Ohne Fernbusse ging die Abzocke durch die DB weiter.

    Fernbusse sind eine wirklich gute Alternative für Leute mit wenig Geld aber viel Zeit.

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