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Bauernverband Molkereien sollen höhere Discounter-Preise weitergeben

Vier Cent mehr für Milch, zehn Cent mehr für Butter: Lebensmittel-Discounter erhöhen die Preise vieler Milchprodukte. Der Bauernverband fordert, die Erhöhungen an die Erzeuger weiterzugeben – als „wichtiges Signal“.
01.10.2015 - 18:23 Uhr
Viele Milchbauern fürchten wegen einbrechender Preise um ihre Existenz. Quelle: dpa
Milchprodukte

Viele Milchbauern fürchten wegen einbrechender Preise um ihre Existenz.

(Foto: dpa)

Berlin Der Deutsche Bauernverband (DBV) appelliert an die Molkereien, die höheren Milchpreise einiger Discounter in vollem Umfang den notleidenden Landwirten zugutekommen zu lassen. Die Molkereien stünden zwischen Landwirt und Lebensmitteleinzelhandel, sagte Generalsekretär Bernhard Krüsken am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Wir erwarten natürlich, dass sie die Preiserhöhung nun weitergeben an die Milchbauern.“

Nach Lidl hatten am Mittwoch auch Aldi Nord, Aldi Süd und Netto angekündigt, wegen der angespannten Lage vieler Milchbauern die Preise für Trinkmilch und Butter zu erhöhen. Milch wird mit dem 1. Oktober um vier Cent teurer, Butter um zehn Cent.

Krüsken nannte den Schritt „ein wichtiges Signal“. „Wir gehen davon aus, dass das eine Trendumkehr einleitet und nun weitere Unternehmen nachziehen“, sagte er. Der Bauernverband hat Krüsken zufolge auch mit Rewe Gespräche geführt. Das Unternehmen habe signalisiert, in den nächsten Tagen ebenfalls die Trinkmilchpreise anheben zu wollen.

Giganten auf dem Acker
Beetformer GF800
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Das Modell der Firma Grimme, dem Spezialisten rund um Kartoffeln. Die Vorbereitung des Bodens, die Separierung, ist wichtig. Denn Beimengungen wie Steine können  im Kartoffelbau den gesamten Produktionsablauf stören, und die Flächenleistung der Erntemaschinen verringern.

(Foto: Grimme)
GF800
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Die Dammfräse bearbeitet intensiv den Boden und zerkleinert lästige Kluten. Diese entstehen, wenn die Erde bei der Bearbeitung zu feucht war. Mithilfe der Maschine wird die nun lockere Erde zu einem Damm aufgebaut.

(Foto: Grimme)
Mähdrescher W650 von John Deere
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Der amerikanische Landmaschinenhersteller liefert unter anderem Traktoren und Mähdrescher in alle Länder der Welt.

(Foto: dpa)
Tucano 420 der Firma Claas
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Die Erntemaschine gilt als Einstiegsmodel; das APS Dreschsystem zeichnet sich durch einen Vorbeschleuniger im Dreschwerk aus. Dadurch wird eine Leistungssteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber herkömmlichen Dreschwerken erreicht. Das Modell verfügt nach Unternehmensangaben über ein Korntankvolumen von 7500 Liter; es arbeitet mit einer Maximalleistung von 238 PS.

(Foto: dpa)
Claas
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Vier Mähdrescher von Claas auf einem Feld in Angerbach, Sachsen.

(Foto: dpa)
New Holland
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Ein Traktor des Produzenten New Holland, der zur Unternehmensgruppe CNH Industrial gehört, auf der Teststrecke.

(Foto: Bloomberg)
Fendt 900 Vario
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Der Traktor der Baureihe gehört im Segment über 200 PS zu den Marktführern. Fendt gehört seit 1997 zur AGCO-Corporation, einem der weltweit größten Hersteller und Anbieter von Traktoren und Landmaschinen.

(Foto: PR)

Viele der rund 80.000 deutschen Milchbauern fürchten um ihre Existenz, weil der Preis pro Kilo Rohmilch auf etwa 28 Cent eingebrochen ist. Auch die schlechte Ernte und die niedrigen Preise für Schweinefleisch machen den Landwirten zu schaffen.

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    Zur Agrarministerkonferenz in Fulda forderte der DBV in einer Resolution Sofortmaßnahmen und eine Exportoffensive. Rund 300 Bauern machten mit Protesten auf ihre Situation aufmerksam. Die Minister beraten noch bis Freitag über Wege aus der Krise.

    • dpa
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