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Bauma, Ispo & Co. Messe München legt Rekordjahr vor – und wirbt offensiv um die IAA

Deutschlands zweitgrößte Messegesellschaft konnte ihren Umsatz erneut steigern. Nun will man die größte deutsche Automesse nach München holen.
14.01.2020 - 12:00 Uhr Kommentieren
Mit Fachmessen wie der Transport Logistic macht die Messe München Rekordumsätze.
Messe München

Mit Fachmessen wie der Transport Logistic macht die Messe München Rekordumsätze.

München Alle drei Jahre trifft sich in München, was in der Baumaschinenbranche Rang und Namen hat. Auf der globalen Leitmesse Bauma werden die Innovationen aus der ganzen Welt präsentiert. Diese zogen im April 2019 rund 620.000 Besucher aus mehr als 200 Ländern an, so viele wie noch nie in der 65-jährigen Geschichte. „Die Qualität und Quantität der Entscheider aus unseren Zielgruppen war überragend“, so das Messe-Fazit von Tunnelbauer Martin Herrenknecht.

Nicht nur die Bauma stellte neue Bestwerte ein, auch die Messe München insgesamt blickt auf ein Rekordjahr. Der Konzernumsatz lag 2019 voraussichtlich bei rund 480 Millionen Euro, 60 Millionen Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2016. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll 130 Millionen Euro übersteigen. Damit dürfte die Messe München auch 2019 den zweiten Platz unter den deutschen Messegesellschaften gehalten haben. Spitzenreiter bleibt unangefochten die Messe Frankfurt mit einem Umsatz von 733 Millionen Euro.

„2019 war für die Messe München ein Jahr der Superlative, auf das wir sehr, sehr stolz sind“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. „Es ist das Ergebnis einer langjährig vorausschauenden Ausrichtung unseres Messegeschäfts mit Stärkung des Heimatmarktes und des Auslandsgeschäfts, den beiden Säulen des Mega-Rekordjahrs.“

Rund 68 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftete die Messe München im Ausland. Der Anteil liegt damit weit unter dem der Messe Frankfurt, die rund 40 Prozent ihres Geschäfts außerhalb Deutschlands macht. Wichtigster Auslandsmarkt für die Messe München ist China, wo sie seit 20 Jahren präsent ist. Aber auch in Indien wächst das Geschäft. Laut indischem Messeverband IEIA war die Messe München dort 2019 größter internationaler Messeveranstalter.

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    Kongresse werden wichtiger

    28 Veranstaltungen organisierte die Messe München im Ausland, 15 in München. Hinzu kommen 163 Gastveranstaltungen und Kongresse auf dem Gelände der Messe München. Die Gründerkonferenz „Bits & Pretzels“ etwa mit US-Präsident Barack Obama als Gastredner zog viele Digitalaffine an. „Mit unseren vier Locations sind wir flexibel und bieten für jede Veranstaltungsgröße und Veranstaltungsart maßgeschneiderte Lösungen“, so Dittrich. Auch das Kongressgeschäft wird immer wichtiger.

    Die Messe München entwickelt sich in der Heimat dynamischer als die Branche insgesamt. Laut Verband der deutschen Messewirtschaft Auma stiegen die Ausstellerzahlen hierzulande im Schnitt um rund ein Prozent, die Standfläche der Aussteller legte um ein halbes Prozent zu. Die Zahl der Besucher ging jedoch - im Wesentlichen durch den kriselnden Automobilsektor - um knapp zwei Prozent zurück.

    Vor allem die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt enttäuschte und sucht nun ein neues Konzept. Die Münchner Messe macht sich große Hoffnungen auf die künftige Ausrichtung der internationalen Autoschau IAA. „Auch wir werden eine Bewerbung einreichen, wir arbeiten mit Hochdruck daran“, sagte Messechef Klaus Dittrich am Dienstag. „Wir haben eines der besten und modernsten Messegelände, die es weltweit gibt.“

    Nach Worten des Managers unterstützen sowohl die bayerische Regierung als auch die Spitze der Landeshauptstadt den Plan. Insgesamt sind demnach sechs weitere Städte an der IAA interessiert: der bisherige Standort Frankfurt sowie Berlin, Hamburg, Hannover, Stuttgart und Köln. Der Autoindustrieverband VDA will laut Dittrich im Februar entscheiden.

    Die Münchner glauben aufgrund mehrerer Faktoren, gute Chancen zu haben: Bayern ist mit BMW, Audi, MAN und vielen Zulieferern ein wichtiger Standort der Autoindustrie. Dittrich verwies darauf, dass auch die großen US-Tech-Konzerne Microsoft, Apple, Google, Amazon und IBM mit wichtigen Standorten beziehungsweise ihren Deutschland-Zentralen in der Landeshauptstadt vertreten sind. Und außerdem: „Wir haben einen Fünf-Sterne-Flughafen.“

    Mehr: Digitale Revolution - wie sich Messen zu digitalen Marktplätzen entwickeln.

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