Beiersdorf Nivea-Konzern steigert Gewinn

Dem Jahresende sei Dank: Der Nivea-Hersteller Beiersdorf hat seine Jahresziele erreicht und den Gewinn kräftig gesteigert. Vor allem in den Schwellenländern läuft es gut. Aktionäre bekommen aber nicht mehr vom Kuchen.
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Beiersdorf hat im abgelaufenen Jahr deutlich mehr verdient. Quelle: dpa
Deckel für Nivea-Creme Dosen

Beiersdorf hat im abgelaufenen Jahr deutlich mehr verdient.

(Foto: dpa)

HamburgBeiersdorf kommt beim Ausbau seiner Geschäfte in Schwellenländern voran. Dank kräftiger Zuwächse der Kosmetiksparte in Afrika, Asien und Australien sowie in Südamerika und robuster Geschäfte der Klebstofftochter Tesa kletterte der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn 2014 um acht Prozent auf 581 Millionen Euro, wie der Nivea-Hersteller am Freitag in Hamburg mitteilte.

„In unseren wichtigsten Märkten haben wir Marktanteile hinzugewonnen. Wir sind innovativer und wettbewerbsfähiger geworden“, sagte Vorstandschef Stefan Heidenreich. Die Dividende soll dennoch stabil bleiben. Für 2014 sollen an die Anteilseigner wie im Jahr davor 70 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Analysten hatten mit einer Erhöhung der Dividende auf 78 Cent gerechnet.

An der Börse legte die Beiersdorf-Aktie im Frühhandel um ein Prozent zu und setzte sich an die Spitze des Dax.

Nivea - seit 100 Jahren die Lizenz zum Gelddrucken
Hauptversammlung Beiersdorf AG
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Die Creme Nivea ist der Verkaufsschlager des Hamburger Konzerns Beiersdorf. Pro Jahr werden 123 Millionen Dosen mit 12.500 Tonnen Nivea-Creme gefüllt und in 200 Ländern verkauft.

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Auch im Ausland gehört Nivea seit Jahrzehnten zum Alltag der Menschen. Bereits 1914 verkaufte Beiersdorf (im Bild: der Hamburger Firmensitz) Nivea in 35 Ländern. Das führt dazu, dass Nivea heute in vielen Teilen der Erde als landestypische Marke und nicht als Importprodukt aus Deutschland wahrgenommen wird.

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Damals war das Markenzeichen der neuen Creme eine gelb und grün gestaltete Dose mit Jugendstilelementen.

Vorschau: Hauptversammlung Beiersdorf AG
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Doch bald ändert sich die Mode. Beiersdorf setzt auf ein zeitloses Design, füllt die Creme ab 1925 in eine blaue Dose – und bleibt bis heute dabei. Um die Zusammensetzung der „Sonderfarbe Niveablau“ macht der Konzern ein eben so großes Geheimnis wie um das genaue Rezept der Creme.

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Fest steht nur: Alles begann mit einer Erfindung des Chemikers Isaac Lifschütz: Für medizinische Zwecke entwickelte er eine neue Salbengrundlage. Er fand einen Weg, mit Hilfe eines Emulgators Wasser und Öl zu einer stabilen Creme zu verbinden. Er nannte ihn Eucerit, Grundlage war Fett aus Schafswolle. Der Apotheker Oscar Troplowitz (im Bild) kaufte ihm das Patent ab.

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Troplowitz hatte einige Jahre zuvor von Paul C. Beiersdorf (im Bild) dessen „Laboratorium dermatotherapeutischer Präparate“ übernommen.

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Das Sortiment bestand damals aus medizinischen Pflastern. Troplowitz erweiterte es um den Lippenpflegestift Labello.

Ein großer Teil der Dividendensumme von 159 Millionen Euro geht an die Hamburger Milliardärsfamilie Herz, die über ihre Holding Maxingvest gut 50 Prozent der Anteile an dem Kosmetikkonzern hält. Für das laufende Jahr geht das Management von einem Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent aus. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll leicht steigen. Im abgelaufenen Jahr waren im Konzern 13,7 Prozent vom Umsatz übrig geblieben, ein halber Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Beiersdorf hatte seine Ziele im vergangenen Jahr erst nach einem Schlussspurt erreicht. Auch beim Rivalen L'Oreal zogen die Erlöse zum Jahresende wieder an. Der französische Weltmarktführer will im laufenden Jahr besser abschneiden als der Markt.

In der ersten Jahreshälfte hatte die Euro-Stärke Beiersdorf Probleme bereitet. Danach verlor die Gemeinschaftswährung an Wert und der Dollar zog an, was seither den Export in Länder außerhalb der Euro-Zone erleichtert. Der Kosmetikkonzern steigerte den Umsatz um 2,3 Prozent auf knapp 6,3 Milliarden Euro. Organisch, also ohne Wechselkursschwankungen, hätten die Erlöse um 4,7 Prozent zugelegt. Beiersdorf mit mehr als 17.000 Mitarbeitern macht den Großteil seiner Erlöse mit Kosmetikartikeln wie Nivea, Eucerin, Labello und 8x4. Die Klebstofftochter Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes.

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