Beiersdorf Nivea-Konzern trägt beim Gewinn dick auf

Beiersdorf legt bei Umsatz und Gewinn zu – und bleibt bescheiden. Der Kosmetikhersteller will sich erneut leicht steigern. Nur die Dividende, die bleibt erst einmal gleich.
Update: 17.02.2016 - 08:56 Uhr
Die Prognose von Beiersdorf ist die gleiche wie im Vorjahr. Quelle: Reuters
Nivea-Dose unter der Lupe

Die Prognose von Beiersdorf ist die gleiche wie im Vorjahr.

(Foto: Reuters)

HamburgBeiersdorf verdient prächtig, hält die Aktionäre jedoch weiter knapp. Dank Zuwächsen der Kosmetiksparte in Südamerika und Osteuropa kletterte der Reingewinn ohne Sondereffekte im vergangenen Jahr 15 Prozent auf 671 Millionen Euro, wie der Nivea-Hersteller am Mittwoch mitteilte. „Beiersdorf ist im abgelaufenen Jahr noch wettbewerbsfähiger und effizienter geworden“, sagte Vorstandschef Stefan Heidenreich anlässlich der Präsentation der Bilanz in Hamburg. „Das sind gute Voraussetzungen für weiteres Wachstum im Geschäftsjahr 2016.“

Die Dividende soll dennoch nicht steigen. Für 2015 sollen an die Anteilseigner wie im Jahr davor 70 Cent je Aktie ausgeschüttet werden. Analysten hatten mit einer leichten Erhöhung auf 72 Cent gerechnet. Seit 2009 zahlt Beiersdorf die gleiche Dividende. Ein großer Teil der Ausschüttung von 159 Millionen Euro geht an die Hamburger Milliardärsfamilie Herz, die über ihre Holding Maxingvest gut die Hälfte der Anteile an dem Kosmetikkonzern hält. An der Börse legte die Aktie im Frühhandel rund ein Prozent zu.

Für dieses Jahr geht das Management von einem Umsatzwachstum zwischen drei und vier Prozent aus. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll leicht steigen. 2015 waren im Konzern 14,4 Prozent vom Umsatz übrig geblieben; 0,7 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Beiersdorf hatte sein zuletzt reduziertes Umsatzziel im vergangenen Jahr dank eines Schlussspurts in der zweiten Jahreshälfte erreicht. Die Erlöse stiegen organisch um drei Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro. Die Entwicklung der Tochter Tesa, die zuletzt fast ausschließlich aufgrund von Währungseffekten zulegte, hatte das Management veranlasst, die Messlatte für den Umsatzzuwachs im Konzern von drei bis fünf Prozent auf drei bis vier Prozent zu senken. Nominal stieg der Konzernumsatz des Henkel und L'Oreal -Konkurrenten um 6,4 Prozent.

Besonders kräftig wuchs Beiersdorf im Kosmetikgeschäft in Osteuropa (plus 7,9 Prozent) und Amerika (plus 8,4). Dagegen traten die Erlöse auf dem Heimatmarkt in Westeuropa auf der Stelle (plus 0,3). Der Anteil des Geschäfts in Schwellenländern wächst seit einigen Jahren kontinuierlich. In Südamerika legte Beiersdorf 2015 um knapp elf Prozent zu. In China stabilisierten sich die Erlöse.

Beiersdorf mit zuletzt 17.700 Beschäftigten macht den Großteil seiner Erlöse mit Kosmetikartikeln wie Niveau, Eucerin, Labello und 8x4. Die Klebstofftochter Tesa steht für etwa ein Sechstel des Konzernumsatzes.

Diese Konzerne versorgen die Welt
Platz 41 – Henkel
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Die Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants hat erneut die größten Konsumgüterhersteller der Welt ermittelt. Als einziges deutsches Unternehmen unter den Top 50 bleibt der Persil-Hersteller Henkel wie im Vorjahr auf dem 41. Rang – mit einem Umsatz von fast 10 Milliarden US-Dollar.

Quelle: OC&C

Platz 10 – L'Oréal
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L’Oréal ist der weltgrößte Kosmetikkonzern. Die Franzosen überzeugen mit zahlreichen starken Marken.

Platz 9 – Mondelez
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Mondelez ist eine Abspaltung von Kraft Foods. Er bündelt das weltweite Snackgeschäft, außerdem die Kaffee-Aktivitäten. Das macht den Konzern zum Konkurrenten von Nestlé. Allerdings werden die Kaffeemarken rund um Jacobs unter der Führung der deutschen Industriellen-Familie Reimann mit dem niederländischen Konzern DE Master Blenders verbunden.

Platz 8 – Tyson Foods
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Tyson Foods ist in den USA bekannt. Der Konzern gehört zu den weltgrößten Fleischverarbeitern. 2015 machte Tyson einen Umsatz von 41,4 Milliarden Dollar.

Platz 7 – AB Inbev
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Der Bierbrauer AB Inbev ist durch viele Übernahmen zum Weltspieler geworden. Er treibt die Konsolidierung der Branche voran – und fusioniert derzeit mit dem größten Rivalen SAB Miller. In Deutschland ist er mit Marken wie Beck’s, Corona und Lübzer vertreten.

Platz 6 – Coca Cola
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Coca-Cola liegt deutlich hinter Pepsi. Denn anders als der Rivale hat der Konzern aus Atlanta kein großes Snackgeschäft. Dafür hat er zuletzt bei Verbrauchern Sympathien mit seiner Kampagne, Namen auf Dosen und Flaschen zu schreiben, gewonnen – und mit Innovationen wie Kokoswasser und Coke Life mit Stevia.

Platz 5 – JBS
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JBS ist eher unbekannt in Europa. Dabei gehört der brasilianische Fleischproduzent zu den ganz großen Konzernen der Konsumgüterbranche mit 47,9 Milliarden Dollar Umsatz.

  • rtr
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