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Beiersdorf Zwei neue Vorstände für den Nivea-Konzern – Manager kommt von den Reimanns

Die Umsätze ziehen nach den Corona-Lockerungen wieder an, doch Beiersdorf kommt nicht zur Ruhe. Mit einer Personalentscheidung sendet das Management ein Signal an die Belegschaft.
29.06.2021 - 16:20 Uhr Kommentieren
Nivea-Dosen in einem Produktionswerk der Beiersdorf AG. Quelle: dpa
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Nivea-Dosen in einem Produktionswerk der Beiersdorf AG.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf bekommt zwei neue Vorstände. Zum einen steigt der langjährige Beiersdorf-Manager Patrick Rasquinet auf und übernimmt künftig das Ressort Pharmacy & Selective, in dem die Marken Eucerin, Hansaplast und La Prairie betreut werden. Vincent Warnery, seit Mai neuer CEO von Beiersdorf, hatte das Ressort zuvor verantwortet.

Zum anderen kommt ein Neuzugang zu Beiersdorf: Oswald Barckhahn, bisher President Europe und Head of Global Sales and E-Commerce beim Kaffee- und Teehersteller Jacobs Douwe Egberts in den Niederlanden, wird als Vorstand das Kosmetikgeschäft in Europa und Nordamerika führen – als Nachfolger von Thomas Ingelfinger, der 2022 in den Ruhestand tritt. Großaktionär der „Jacobs“-Holding JDE Peet’s ist die deutsche Milliardärsfamilie Reimann.

„Patrick Rasquinet und Oswald Barckhahn ergänzen das Vorstandsteam von Beiersdorf mit ihrer internationalen Erfolgsbilanz sowie der Verbindung aus interner Expertise und externen Erfahrungen sehr gut“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Pöllath am Dienstag anlässlich der Benennung der beiden neuen Vorstände.

Beiersdorf, dessen hauptsächlicher Umsatz mit der Marke Nivea erzielt wird, hat deutlich unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gelitten. 2020 lag der Umsatz mit sieben Milliarden Euro um 8,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Erholung ist allerdings in diesem Frühsommer erkennbar.

Analysten zufolge profitiert die Beiersdorf-Aktie von der Entspannung der Pandemiesituation, die in weiten Teilen Westeuropas und den USA gerade stattfindet. Im ersten Quartal 2021 hätten Sonnen- und Lippenpflegeprodukte sowie Gesichts- und Körperpflegeprodukte noch deutlich unter den Belastungen der Pandemie gelitten. Das sei inzwischen – dank der Lockerungen – anders, heißt es in Analystenkreisen. Der Aktienkurs von Beiersdorf hat seit dem 1. April um 13,5 Prozent zugelegt.

Zahlreiche Veränderungen im Vorstand

Mit den beiden neuen Vorständen erhofft man sich in Hamburg endlich etwas Ruhe in der obersten Führungsspitze. Dort gibt es seit Monaten zahlreiche Veränderungen, deren bisheriger Höhepunkt der überraschende Abgang des Vorstandsvorsitzenden Stefan De Loecker Ende April 2021 war. An seine Position trat eine halbe Woche später der Franzose Warnery, der Medienberichten zufolge bereits auf dem Absprung gewesen sein soll.

Aber auch andere Vorstände wurden ausgetauscht. So übernahm beispielsweise Astrid Hermann das Finanzressort, und auch das Marketingressort soll noch einen neuen Chef bekommen. Der künftige Marketingchef soll Unternehmenskreisen zufolge bis Ende des Jahres gefunden sein.

Vor allem die Berufung von Konzern-Eigengewächs Rasquinet wird als starkes Zeichen an die Belegschaft gewertet. Schließlich wurde dem Management oft genug vorgeworfen, Toppositionen stets von außen zu besetzen. Der 53 Jahre alte Manager ist seit 1993 bei Beiersdorf und steht vor allem für die Erfolgsgeschichte der Premium-Kosmetikmarke La Prairie. Seit 2010 verantwortet Rasquinet diesen Bereich.

Beide Vorstandsneuzugänge hätten gezeigt, dass sie „über die strategische Weitsicht und die notwendige Managementerfahrung verfügen, um den Geschäftsbereich Pharmacy & Selective sowie unser Geschäft in Europa und Nordamerika in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, teilte Warnery am Dienstag mit. So hatte der 53-jährige Barckhahn – bevor er bei Jacobs Douwe Egberts tätig war – verschiedene leitende Führungspositionen bei Pepsico und Procter & Gamble in Europa sowie Nord- und Südamerika inne.

Mehr: Wie Konsumgüterkonzerne beim Onlinehandel experimentieren

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