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Benko übernimmt Karstadt von Berggruen Der Nächste, bitte!

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Benko immer wieder in den Schlagzeilen

Karstadt kämpft seit Jahren mit Verlusten und sinkenden Umsätzen. Berggruen, Sohn des verstorbenen Mäzens und Kunstsammlers Heinz Berggruen, hatte Karstadt 2010 für den symbolischen Preis von einem Euro aus der Insolvenz übernommen. Damals war er auch von den Arbeitnehmern als Retter gefeiert worden. Die Stimmung ist aber umgeschlagen, denn auch Berggruen schaffte es nicht, Karstadt auf Kurs zu bringen.

René Benko ist einer der schillerndsten Unternehmer Österreichs. Der gebürtige Tiroler sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen - zuletzt rankten sich um ihn Spekulationen über eine bevorstehende Übernahme der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt. In der Vergangenheit legte Benko dabei vom Schulabbrecher zum Luxus-Magnaten eine bemerkenswerte Karriere hin.

Medienberichten zufolge ist Benko einer der 100 reichsten Österreicher. Seine 1999/2000 gegründete Signa-Gruppe ist laut eigener Beschreibung auf Luxusimmobilien in internationalen Toplagen spezialisiert. Das Immobilienvermögen beträgt nach Firmenangaben mehr als sechs Milliarden Euro. Vor gut einem Jahr war es noch eine halbe Milliarde weniger. Das österreichische Wirtschaftsmagazin „Trend“ bezifferte Benkos persönliches Vermögen auf rund 850 Millionen Euro.

„Man kann es beschreiben wie Spitzensport“, sagte Benko einmal. „Es ist nicht nur Talent, sondern auch die Konsequenz, hart zu arbeiten, nicht aufzugeben, den Weg nicht zu verlassen und mehr zu bewegen und zu leisten, als es andere tun wollen.“ Details zu seinen geschäftlichen Aktivitäten lässt sich Benko sonst jedoch eher selten entlocken. „Ich habe immer einen Plan“, sagte er in einem seiner eher seltenen Interviews dem österreichischen Nachrichtenmagazin „News“.

Mit der Signa-Holding, die mittlerweile mehr als 150 Mitarbeiter beschäftigt, sammelt Benko bei reichen Investoren Geld ein und steckt es in teure Immobilien. In Wien baute Benko beispielsweise vor kurzem einige Straßen in der Innenstadt zu einer Nobel-Shoppingmeile samt Luxusappartements um. Der Name des Projekts: „Goldenes Quartier“. Im Beirat seiner Signa-Gruppe sitzen unter anderem der ehemalige österreichische Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, Unternehmensberater Roland Berger und der frühere Porsche-Chef Wendelin Wiedeking.

Ein Gerichtsurteil im November 2012 zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung bremste Benkos Höhenflug erstmals. Das Landgericht in Wien sah es als erwiesen an, dass er gemeinsam mit seinem Steuerberater eine verbotene Intervention in einer Steuerangelegenheit in Italien versucht hatte. Die vorsitzende Richterin bezeichnete diese als „Musterfall für Korruption“. Am vergangenen Montag bestätigte auch der Oberste Gerichtshof in Wien das Urteil.

  • rtr
  • dpa
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3 Kommentare zu "Benko übernimmt Karstadt von Berggruen : Der Nächste, bitte!"

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  • Wertes Handelsblatt, also manchmal hab Ihr auch ne Klatsche: seit wann war und ist dieser Herr Berggruen denn "Sanierer"?? Da drehen sich ja alle pikiert um, die das professionell betreiben. B weiß doch gar nicht, was das heißt: ein Unternehmen sanieren.

  • Es ist zum Heulen wie hier mit 17.000 Existenzen umgegangen wird. Das ist spätkapitalistische Dekadenz.
    Warum setzen diese Finanzjongleure ihre - offensichtlich vorhandene - Intellengenz, nicht dafür ein, ein Konzept für das oder die Kaufhäuser der Zukunft zu entwickeln.
    Denn alle Beteiligten wissen, dass Karstadt sie in der Form nicht hat.
    Also wird jetzt bestmöglichst ausgeschlachtet und fallengelassen.
    Das ist nicht nur zum Heulen, das ist kriminell!

  • Schaunmer mal, ob Karstadt zum lehrbuchartigen Fall von lemon squeezing wird.

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