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BER-Chef Karsten Mühlenfeld „Ich habe nie gesagt, dass es leicht wird“

Ein Jahr nach seinem Start am neuen Hauptstadtflughafen muss Karsten Mühlenfeld Krisenmanagement betreiben. Der Eröffnungstermin wackelt. Der Manager meint: Nur nicht nervös werden.
16.03.2016 - 16:07 Uhr
Der BER-Chef zieht nach einem Jahr im Amt eine erste Zwischenbilanz. Quelle: dpa
Karsten Mühlenfeld

Der BER-Chef zieht nach einem Jahr im Amt eine erste Zwischenbilanz.

(Foto: dpa)

Berlin Das Gras sprießt wieder. Auf dem Platz vor dem Geister-Terminal des neuen Hauptstadtflughafens lockt der Frühling das Grün aus den Fugen. Es gedeiht gefahrlos, denn Passagiere und Rollkoffer kommen erst in eineinhalb Jahren. Frühestens. Denn der Eröffnungstermin 2017 wackelt wie lange nicht. Und ein Jahr nach seinem Amtsantritt herrscht Eiszeit zwischen Flughafenchef Karsten Mühlenfeld und dem Bund als Miteigentümer. Das dürfte den viel beschworenen Schlussspurt an Deutschlands berüchtigtstem Flughafen nicht leichter machen.

„Ich habe nie gesagt, dass es leicht werden wird“, seufzt Mühlenfeld nach einem Jahr, als die Zeitung „B.Z.“ nach der Unterstützung des Aufsichtsrats fragt. Mühlenfelds Bilanz nach einem Jahr fällt durchwachsen aus. Große Fehler hat der 52-Jährige selbst sich zwar nicht zuschulden kommen lassen. Aber Mühlenfeld hat sich nicht nur Freunde gemacht. Erst am Freitag gab es ein Krisentreffen. Der Aufsichtsrat nordete den Manager ein: Er müsse das Kontrollgremium besser informieren, lautete der Beschluss.

Sondersitzungen - nach dem Abgang des stets streitlustigen Vorgängers Hartmut Mehdorn schien das eigentlich Vergangenheit zu sein. Doch auch der Ingenieur Mühlenfeld ist kein Diplomat. Wo Mehdorn gezielt die Provokation suchte, verstört Mühlenfeld eher unfreiwillig. Bei öffentlichen Auftritten wirkt er unbekümmert, ja leichtfüßig. „In Berlin ist man immer so hypernervös“, gibt er sich locker. Doch von nonchalant zu nassforsch ist der Weg dabei nicht weit - der Mann ist eben selbst Berliner.

Der eigentliche Konflikt mit dem Bund ist noch nicht entschärft: Wohin mit dem geplanten Regierungsterminal, wenn es auf dem Gelände des neuen Hauptstadtflughafens immer enger wird, weil die Passagierzahlen steigen? Eine Antwort soll Mühlenfeld in fünf Wochen geben. Dann soll er sich auch endlich festlegen, ob es 2017 noch etwas wird mit der Flughafeneröffnung.

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    Was hat der Neue erreicht? „Karsten Mühlenfeld hat gemeinsam mit Technikchef (Jörg) Marks seit seinem Amtsantritt sehr viel aufgeräumt und die klare Richtung für den Schlussspurt vorgegeben“, lässt der Aufsichtsratschef ausrichten, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD). Konkrete Beispiele nennt er nicht. Vize-Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider spricht von verbesserten Strukturen und eine transparenteren Kommunikation.

    „Ich bekomme schon genug Prügel“
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