BER-Debakel Berliner Flughafenbetreiber weiter im Minus

Berlins alte Flughäfen verzeichnen ein Umsatzplus, während der neue Hauptstadtflughafen nur Geld kostet. Einen kleinen Lichtblick scheint es aber zu geben: Mitte kommenden Jahres könnte die erste BER-Startbahn eröffnen.
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Weiterhin geschlossen, weiterhin teuer: Der neue Berliner Hauptstadtflughafen sorgt für ein großes Minus in der Bilanz der Betreiber. Quelle: dpa

Weiterhin geschlossen, weiterhin teuer: Der neue Berliner Hauptstadtflughafen sorgt für ein großes Minus in der Bilanz der Betreiber.

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BerlinDie neue Südbahn des künftigen Hauptstadtflughafens soll Mitte 2014 betriebsbereit sein. Einen entsprechenden Antrag habe Flughafenchef Hartmut Mehdorn beim zuständigen Brandenburger Verkehrsministerium gestellt, verlautete am Donnerstag aus dem Umfeld der Flughafengesellschaft. Das Genehmigungsverfahren werde etwa zwölf Monate dauern. Der Antrag bedeute nicht unbedingt, dass auch der Flughafen Mitte 2014 öffnen wird, hieß es.

Im vergangenen Geschäftsjahr rutschte die Betreibergesellschaft noch tiefer in die roten Zahlen. Unterm Strich stand ein Fehlbetrag von 185 Millionen Euro, wie die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte am drittgrößten deutschen Luftverkehrsstandort nach Frankfurt und München das Minus bei 75 Millionen Euro gelegen.

In beiden Jahren trugen Zinsen für den Neubau zum Verlust bei, 2012 zudem eine höhere Risikovorsorge und Leasingzahlungen für Gebäude, die Investoren am neuen Flughafen gebaut haben, darunter Parkhäuser. Der Umsatz stieg wegen des Passagierrekords an den Altflughäfen Tegel und Schönefeld um drei Prozent auf 270 Millionen Euro. Dort wurden 25,3 Millionen Passagiere abgefertigt.

„Bei dem Umsätzen liegen wir im Plus“, betonte die neue Finanzchefin Heike Fölster. „Am BER hätten wir aber deutlich höhere Einnahmen erzielen können. Hinzu kommen höhere Aufwendungen und Zinszahlungen, die dann zum negativen Jahresergebnis führten.“

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 58 Millionen Euro etwa ein Drittel niedriger als im Vorjahr. Die Flughafengesellschaft gehört zu jeweils 37 Prozent den Ländern Berlin und Brandenburg. 26 Prozent hält der Bund.

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2 Kommentare zu "BER-Debakel: Berliner Flughafenbetreiber weiter im Minus"

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  • In der ausländischen Presse tauchte letztens die Schlagzeile zum BER auf: Wieso laufen solche Leute noch frei rum??? Rechts haben sie.
    Dieser Flughafen wird nie abwerfen, weil es der falsche Standort ist und man zuvielen Anwohnern auf die Füsse tritt. Schnell-Schnell Pfusch hochziehen und sich danach die Genehmigungen holen wollen.

  • Im Minus? Welch Lüge! Wenn man im Minus ist, kann man den Manager und verantwortlichen Experten keine Prämien gewähren, sondern muss diese auf Schadenersatz verklagen, da der Schaden vorsätzlich herbeui geführt wurde! Haben die Politiker etwa gelder auf Ihre Privatkonten erhalten von den verantwortlichen? Warum weigwert sich die Justiz hier nach zu forschen? Ist auch die Justiz davon betroffen??

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