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Betrugsvorwurf Haus von Beluga-Chef Stolberg durchsucht

Bei ihren Ermittlungen wegen Betrugs bei der Reederei Beluga hat die Staatsanwaltschaft Bremen ein Haus des Firmengründers durchsucht. Ins Rollen gekommen sind die Vorwürfe durch die Anzeige eines Miteigentümers.
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Firmenchef Niels Stolberg sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Quelle: dpa

Firmenchef Niels Stolberg sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt.

(Foto: dpa)

Hamburg Staatsanwalt Frank Passade sagte am Freitag, das Haus des Firmengründers Niels Stolbergs auf der Nordseeinsel Spiekeroog sei von Ermittlern aufgesucht worden. Auch andere Beschuldigte hätten Besuch von der Staatsanwaltschaft erhalten. Deren Namen nannte Passade nicht.

Die Behörde ermittelt gegen zwei ehemalige Geschäftsführer, darunter Stolberg, sowie weitere leitende Angestellte wegen des Verdachts des schweren Betrugs. Sie sollen seit 2009 Umsatzerlöse in dreistelliger Millionenhöhe falsch ausgewiesen und so Investoren getäuscht haben.

Ins Rollen gekommen sind die Ermittlungen durch eine Anzeige des Finanzinvestors Oaktree. Der US-Investor war während der Schifffahrtskrise bei Beluga eingestiegen und hat seit kurzem das Sagen bei der Reederei. Nach einer zweiten Finanzspritze hält Oaktree knapp die Hälfte der Firmenanteile.

Nach Betrugsvorwürfen hatte Stolberg kürzlich seinen Posten geräumt.

Oaktree will nach eigenen Angaben eine langfristige Sanierung von Beluga. Die Eigner verhandeln auf Hochtouren mit den Gläubigern über Zugeständnisse. Beluga ist dem Unternehmen zufolge Weltmarktführer in der Projekt- und Schwergutschifffahrt und geriet bereits mehrmals als Opfer von Piratenüberfällen vor dem Horn von Afrika in die Schlagzeilen. Die Reederei arbeitet, wie in der Branche üblich, mit Schiffsbeteiligungs-Anbietern wie HCI zusammen. Sie finanzieren Schiffe über Fonds und verchartern sie an die Reedereien. Allein HCI hat über 20 Frachter an Beluga verchartert, sie liegen in 17 Fonds.

HCI teilte am Freitag mit, mit Beluga, Oaktree und den Banken würden Gespräche geführt, um eine Lösung für die Anleger zu finden. Die Schiffe befänden sich während der laufenden wirtschaftlichen und juristischen Prüfungen weiter in Fahrt.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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