Bierkonzern Asahi Japaner haben Interesse an Peroni und Grolsch

Um die Mega-Fusion mit Anheuser-Busch Inbev zu ermöglichen, will der Brauereiriese SAB Miller seine Biermarken Peroni und Grolsch verkaufen. Jetzt gibt es einen möglichen Käufer – und der kommt aus Japan.
Der japanische Brauer will wachsen. Quelle: Reuters
Asahi

Der japanische Brauer will wachsen.

(Foto: Reuters)

Der japanische Braukonzern Asahi erwägt Übernahmen oder Kapitalbeteiligungen an den europäischen Biermarken Peroni und Grolsch aus dem Portfolio des Großbrauers SAB Miller. Die Japaner sind angesichts des stagnierenden Bierabsatzes auf dem Heimatmarkt zunehmend auf der Suche nach mehr Wachstum im Ausland.

Bei den in letzter Zeit in Medienberichten genannten Biermarken handelt es sich um solche, bei denen Asahi eine Beteiligung erwäge, wurde am Dienstag vom Braukonzern betätigt, allerdings ohne die Marken ausdrücklich zu nennen. Der Brauer, dessen bekanntestes Produkt das Bier Asahi Super Dry ist, könnte sich laut einem Bericht der japanischen Zeitung Yomiuri Shimbun ohne Nennung einer Quelle mit bis zu 400 Milliarden Yen beteiligen.

Nomura-Analyst Satoshi Fujiwara bestätigte in einer Studie, dass Asahi einen solchen Übernahmepreis stemmen könne, was aber immer noch nicht günstig sei. Fusionen und Übernahmen seien aber Teil der Strategie des japanischen Großbrauers. Zudem könnten die Vertriebsstrukturen von Peroni aus Italien und Grolsch aus den Niederlanden für einen vermehrten Vertrieb von Asahi Super Dry genutzt werden.

Prost! Das Sortiment des neuen Bier-Giganten
Budweiser
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Budweiser, in den USA schlicht Bud genannt, wird von Anheuser-Busch gebraut. Heute ist es die am meisten verkaufte Premium-Biermarke in den USA. In der Vergangenheit gab es immer wieder Markenkonflikte und juristische Auseinandersetzung mit Budweiser Bürgerbräu, der traditionsreichen Biermarke aus dem tschechischen Budweis.

Corona Extra
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Die mexikanische Biermarke Corona Extra befindet sich mehrheitlich im Besitz von Anheuser-Busch. Im Mexiko ist es das meisterverkaufte Bier, aber auch international expandiert die Marke. Mittlerweile sind Corona-Biere in mehr als 150 Ländern erhältlich.

Stella Artois
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Stella Artois ist eine belgische Biermarke, die zu Anheuser-Busch gehört. Sie wird unter anderem in die USA, nach Brasilien, Russland und Australien exportiert. Die Stella-Artois-Produktion für den europäischen Markt stammt größtenteils aus der belgischen Stadt Löwen.

Beck's
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Die Brauerei Beck ist in Bremen beheimatet und gehört zum Konzern Anheuser-Busch InBev. Das Unternehmen setzt stark auf den Export. Heute wird die Marke in 120 Ländern der Welt vertrieben.

Leffe
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Das belgische Abtei-Bier Leffe hat eine lange Tradition: Erstmals wurde es 1240 von Mönchen gebraut. Heute gehört die Marke zur Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Diebels
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Die Brauerei Diebels war bis 2001 ein niederrheinisches Familienunternehmen, mittlerweile gehört die Marke zur Brauereigruppe Anheuser-Busch InBev. Im Mittelpunkt der Produktion steht Altbier.

Franziskaner
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Franziskaner wird seit dem 14. Jahrhundert in München gebraut, geblieben ist allerdings nur der eingetragene Markenname. Hergestellt wird das Bier heute bei Löwenbräu in München, Inhaber ist die belgische Anheuser-Busch-InBev-Gruppe.

Laut Mitteilung von Asahi ist eine Entscheidung derzeit nicht getroffen worden. Neben Asahi gelten auch Finanzinvestoren wie KKR als interessiert an den beiden Biermarken, wie zwei mit den Umständen vertraute Personen im Dezember sagten. Dem derzeitigen Besitzer SAB Miller würde ein Verkauf von Grolsch und Peroni die Übernahme durch Anheuser-Busch Inbev erleichtern, was derzeit von den Wettbewerbshütern in Europa untersucht wird.

  • Bloomberg
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