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Bierkonzern Inbev Beck's-Brauer greift Marktführer Krombacher an

Der weltgrößte Brauereikonzern AB Inbev will in Deutschland den Marktführer Krombacher ablösen. Allerdings nicht nur mit seiner Traditionsmarke Beck's, sondern auch mit dem Maisbier Corona.
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Inbev will mit Bier aus Mexiko das Hochpreissegment erschließen. Quelle: AFP

Inbev will mit Bier aus Mexiko das Hochpreissegment erschließen.

(Foto: AFP)

BremenHasseröder Pils hält sich dann doch besser an den Bollerwagen. Zum „Männertag“ können Pils-Trinker einen solchen Wagen mit geländetauglicher Bereifung im Supermarkt um die Ecke gewinnen. Ein Zeichen dafür, dass die Marke Hasseröder wieder die Verbindung zur bodenständigen Kernzielgruppe sucht: den Durchschnittsmann in Ostdeutschland.

Denn die Deutschlandzentrale des internationalen Braukonzerns AB Inbev in Bremen schärft ihre Marken in Deutschland. Darunter sind bekannte Namen wie Beck’s, Franziskaner, Diebels, Spaten - und die internationale Marke Corona, die in Deutschland bald eine größere Rolle spielen soll.

„Wir wollen über das Premiumsegment wachsen“, sagte Deutschland-Chef Till Hedrich dem Handelsblatt. Ziel sei es, Krombacher als Nummer eins im Premium-Segment in Deutschland abzulösen. Dafür stellt Hedrich drei Marken in den Fokus: Corona, Beck’s und Franziskaner. Hasseröder zählt nicht dazu: Die preisgünstigeren Marken des Konzerns sollen eher eine regionale Rolle spielen – im mittelpreisigen Segment.

Noch ist der Abstand zu Krombacher groß. Laut einer Untersuchung des Branchenmagazins „Inside Getränke“ kam der Premium-Marktführer 2014 auf 5,5 Millionen Hektoliter, Beck’s und Franziskaner zusammen hingegen nur auf 3,7 Millionen Hektoliter. „Es ist denkbar, dass AB Inbev im deutschen Premium-Segment irgendwann Krombacher überholt - aber wohl nicht mehr in Hedrichs Amtszeit“, ätzt ein Beobachter. Hedrich hat seinen Job erst zum Jahreswechsel angetreten. Allerdings kann er auf die Kraft eines Konzerns mit 47 Milliarden Dollar Jahresumsatz und 15 Milliarden Dollar bereinigtem operativen Gewinn 2014 zurückgreifen. Damit ist AB Inbev der größte Braukonzern der Welt. Das Familienunternehmen Krombacher setzt gerade einmal gut 700 Millionen Euro um.

Hedrichs größter Hoffnungsträger heißt Corona. Die mexikanische Marke mit Mais-Zusatz kam 2013 durch die Übernahme des Konkurrenten Grupo Modelo zu dem Konzern. Bislang wird sie in Deutschland von der Oetker-Tochter Radeberger vertrieben, doch Ende des Jahres läuft dieser Vertrag aus. Dann will Hedrich bei der Marke aufdrehen. Eine Werbekampagne über alle Kanäle soll Corona in den urbanen Zentren Deutschlands verankern - zu einem Preis über Beck’s. „Corona verkauft weltweit über die Markenwelt das gute Gefühl von Sonne und Strand“, sagte Hedrich. „Diese Zielgruppe finden wir nicht nur in St. Peter-Ording oder Sylt, wir werden damit auch in die Skigebiete gehen.“

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