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Billigairline Der schwache Ryanair-Gewinn ist eine gute Nachricht für Reisende

Überkapazitäten, Brexit und Probleme mit der Boeing 737 Max machen der Billigairline zu schaffen. Die Ergebnisse dürften weiter zurückgehen.
Update: 20.05.2019 - 10:37 Uhr Kommentieren
Ryanair: Der schwache Gewinn ist eine gute Nachricht für Reisende Quelle: Reuters
Ryanair-Flieger

Die Airline hat das schwächste Ergebnis seit vier Jahren verbucht.

(Foto: Reuters)

LondonDer irische Billigflieger Ryanair kann sich nicht dem Markttrend entziehen und muss geringere Gewinne verbuchen: Nach Steuern wies Ryanair für das Ende März abgelaufene Geschäftsjahr – ohne die Verluste für die übernommene ehemalige Air-Berlin-Tochter Laudamotion – einen Gewinn von 1,02 Milliarden Euro aus nach zuvor 1,45 Milliarden Euro. Das entspricht einem Minus von fast 30 Prozent und ist der niedrigste Jahresgewinn seit vier Jahren.

Immerhin kommt das für die Investoren nicht ganz überraschend: Schon vor Monaten hatte Ryanair gewarnt, dass der Gewinn deutlich zurückgehen dürfte und zwischen 1 und 1,1 Milliarden Euro liegen dürfte. Zudem haben andere Airlines ähnliche Entwicklungen vermeldet. Angesichts der bestehenden Überkapazitäten, des bevorstehenden Brexits und Verzögerungen bei der Auslieferung der Boeing 737 Max könnten die Ergebnisse weiter zurückgehen, warnte Ryanair-Boss Michael O'Leary

Für die Passagiere sind das aber gute Nachrichten: Schließlich ist der sinkende Gewinn auch darauf zurückzuführen, dass die Ticketpreise weiter gefallen sind – und auch weiterhin zurückgehen dürften, wie Ryanair voraussagte, ohne das mit Zahlen zu untermauern.

Im vergangenen Geschäftsjahr bis Ende März hatte ein Ryanair-Ticket im Schnitt 37 Euro gekostet, sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Grund für die sinkenden Preise ist der harte Konkurrenzkampf, den sich vor allem die Billigairlines liefern – und den Ryanair-Chef O'Leary selbst angefacht hatte.

Trotz steigender Kosten werden immer mehr günstige Tickets angeboten: Bei Testkäufen in diesem Frühjahr lag die Spanne bei den untersuchten Gesellschaften zwischen knapp 50 und 106 Euro pro Strecke, wie aus einer regelmäßigen Untersuchung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hervorgeht. Ein Jahr zuvor waren noch zwischen 53 und 117 Euro fällig.

Die durchschnittlich günstigsten Tickets inklusive aller Gebühren und Steuern bot demnach die ungarische Wizz an, die bevorzugt nach Osteuropa fliegt und für den einfachen Flug im Schnitt 49,81 Euro verlangte. Es folgen Easyjet (55,62 Euro), Ryanair (59,34 Euro) und als teuerste erfasste Airline Eurowings mit 106,04 Euro.

Kein Wort verlor Ryanair über eine andere Frage, die vor allem Investoren brennend interessiert: Wer der künftige Chef der Billigairline sein soll. Da Ryanair eine neue Organisationsstruktur bekommen soll, wird der allseits bekannte Boss O´Leary an die Spitze der Holding rücken und seinen Platz als Ryanair-CEO freimachen. Dass der Ire sich dadurch aus dem operativen Geschäft zurückzieht, ist aber nicht zu erwarten.

Nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen brachen nicht nur die Aktien von Ryanair mit bis zu sieben Prozent deutlich ein. Die Titel der Lufthansa verloren am Montagvormittag bis zu 2,2 Prozent, die Papiere der Rivalen Easyjet, IAG und Air France-KLM büßten jeweils rund 1,5 Prozent ein.

Mehr: Ryanair akzeptiert bei Flugverspätungen Schlichtervorschläge für Entschädigungen. Andere Airlines sollen dem Beispiel folgen, fordert die Bundesregierung.

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