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Billigflieger Easyjet setzt nach hohem Winterverlust auf Erholung im Sommer

Der Fluganbieter will das Angebot nach hohen Verlusten ab Juni wieder hochfahren. Damit endet auch die Kurzarbeit für einige Piloten und Flugbegleiter.
20.05.2021 - 09:20 Uhr Kommentieren
Im laufenden Geschäftsquartal bis Ende Juni bleibt der Großteil der Easyjet-Maschinen jedoch am Boden. Quelle: dpa
Easyjet

Im laufenden Geschäftsquartal bis Ende Juni bleibt der Großteil der Easyjet-Maschinen jedoch am Boden.

(Foto: dpa)

Luton Der britische Billigflieger Easyjet rüstet sich nach einem tiefroten Winterhalbjahr für eine Lockerung der Reisebeschränkungen im Sommer. Unternehmenschef Johan Lundgren erwartet, das Flugangebot ab Juni wieder stärker hochfahren zu können, wie Easyjet am Donnerstag in Luton bei London mitteilte. Derzeit hole man Piloten und Flugbegleiter aus der Kurzarbeit zurück, um auf eine stärkere Nachfrage nach Flugtickets reagieren zu können.

Im laufenden Geschäftsquartal bis Ende Juni bleibt der Großteil der Easyjet-Maschinen jedoch am Boden: Das Flugangebot werde wohl nur 15 Prozent des Niveaus aus dem entsprechenden Quartal des Vor-Corona-Jahrs 2019 erreichen.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende September traut sich das Management weiterhin keine Finanzprognose zu. Die kurzfristigen Unsicherheiten seien zu groß, hieß es zur Begründung. So dürfte eine späte Veränderung der Reisebeschränkungen kurzfristige Änderungen bei Ticketnachfrage und Flugangebot nach sich ziehen. Dies werde sich auch auf die Auslastung der Flugzeuge auswirken.

Im ersten Geschäftshalbjahr bis Ende März flog Easyjet wegen der anhaltenden Reisebeschränkungen wie erwartet noch tiefer in die roten Zahlen. Mit 549 Millionen britischen Pfund (637 Mio Euro) lag der Nettoverlust fast 70 Prozent höher als ein Jahr zuvor, als die Corona-Pandemie den Flugverkehr erst im März fast zum Stillstand gebracht hatte. Diesmal beförderte Easyjet nur rund vier Millionen Passagiere, gerade einmal ein Zehntel des Aufkommens aus dem Vorjahr. Der Umsatz brach ähnlich stark auf 240 Millionen Pfund ein.

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