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Billigflieger Niedrige Ticketpreise: Ryanair macht Verlust im dritten Quartal

Weil die Ticketpreise zu niedrig waren, hat der Billigflieger im dritten Quartal rote Zahlen geschrieben. Das Management blickt skeptisch in die Zukunft.
Update: 04.02.2019 - 09:17 Uhr Kommentieren
Ryanair macht Verlust im dritten Quartal Quelle: AFP
Ryanair-Maschine

Für den weiteren Geschäftsverlauf zeigte sich das Management skeptisch.

(Foto: AFP)

London Ryanair hat im dritten Quartal einen Verlust von 20 Millionen Euro erzielt. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag mit. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von knapp 106 Millionen Euro ausgewiesen

Europas größter Billigflieger hatte erst kürzlich gewarnt, dass die Ticketpreise in den vergangenen Monaten deutlicher als erwartet gesunken seien, weil das Angebot zu groß gewesen sei. Die niedrigeren Ticketpreise führten schließlich zu den roten Zahlen.

Im vergangenen Jahr beförderten die sechs größten Low-Cost-Airlines in Europa, Ryanair, Easyjet, Eurowings, Norwegian, Wizz und Transavia Airlines, nach Berechnungen des Handelsblatts 352,6 Millionen Fluggäste. Das sind 10,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dieses Wachstum hat nun seinen Tribut gefordert.

Der Trend der fallenden Ticketpreise dürfte sich fortsetzen, hatte Ryanair-Chef Michael O´Leary zuletzt prognostiziert. Auch für den weiteren Geschäftsverlauf zeigte sich das Ryanair-Management am Montag skeptisch: „Wir teilen nicht die jüngsten optimistischen Aussichten einiger Wettbewerber, wonach die Sommerflugpreise 2019 steigen werden.“

Zudem warnte das Unternehmen davor, möglicherweise könnte bei einem weiteren Rückgang der Preise auch die erst jüngst reduzierten Jahresziele verfehlt werden. Dies gelte besonders im Falle eines ungeregelten Austritts Großbritanniens aus der EU.

Erst Mitte Januar hatte Ryanair seine Ziele für das Geschäftsjahr 2018/19 zum zweiten Mal gesenkt. Im Gegensatz zu den Konkurrenten wird die Airline aber immer noch viel Geld verdienen: Zwischen 1,0 und 1,1 Milliarden Euro sollen es im laufenden Geschäftsjahr werden, heißt es in Dublin. Im Oktober hatte Ryanair die Gewinnprognose wegen der Streiks und des teuren Kerosins auf 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro gesenkt.

Die irische Fluggesellschaft geriet im vergangenen Jahr zwar stark unter Druck: Denn der Sparkurs des Unternehmens hatte dazu geführt, dass das Management seinen Widerstand gegen Gewerkschaften aufgeben musste. Seit einem Jahr spricht die Unternehmensführung mit Arbeitnehmervertretern über die Arbeitsbedingungen. Gehaltserhöhungen und bessere Mitarbeiterkonditionen erhöhen jedoch die Kosten.

Die ständigen Streiks schaden gleichzeitig dem Image der Airline. Ryanair gehe aber davon aus, dass es keine weiteren Ausfälle von europäischen Fluggesellschaften geben werde und daher 2019 weiterhin mit überschüssigen Kapazitäten auf der Kurzstrecke zu rechnen sei.
Mit Agenturmaterial

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