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Billigflieger Ryanair verschärft Handgepäck-Regeln

Der irische Billigflieger Ryanair ändert die Gepäckvorschriften. Fluggäste müssen ihr größeres Gepäckstück am Boarding-Gate abgeben und dürfen nur eine kleine Tasche mit ins Flugzeug nehmen. Doch es gibt Ausnahmen.
06.09.2017 - 13:35 Uhr 1 Kommentar
Der Billigflieger aus Irland ändert die Gepäckregeln. Quelle: dpa
Ryanair

Der Billigflieger aus Irland ändert die Gepäckregeln.

(Foto: dpa)

London Es ist ein Thema, das an Bord vieler Flugzeuge für Streit sorgt: Das Verstauen des Handgepäcks. Häufig wird um die engen Fächer über den Sitzen erbittert gekämpft und nicht selten muss Gepäck umgeschichtet werden. Das führt nicht nur zu schlechter Stimmung, sondern verzögert den Abflug. Damit soll nun Schluss sein, hat der Billigflieger Ryanair beschlossen. Mit neuen Gepäckvorschriften will die irische Gesellschaft durchgreifen.

Demnächst dürfen nur noch „Priority Boarding“-Passagiere zwei Gepäckstücke mit in den Flieger nehmen. Alle anderen Fluggäste müssen ihr zweites, größeres Gepäckstück am Boarding-Gate abgeben und dürfen nur eine kleine Tasche bei sich tragen.

Wenn man am Gate das zweite Teil des Handgepäcks abgibt, wird keine Extragebühr fällig. Dafür sollen sich die Passagiere in Zukunft am Gate in eine von zwei Warteschlangen einreihen: in eine für die Priority-Passagiere mit zwei Handgepäckstücken und in eine für Passagiere mit einem Gepäckstück.

Auch für Taschen und Koffer, die Passagiere einchecken lassen wollen, gelten neue Regeln: Der Koffer darf nun bis zu 20 Kilogramm wiegen – früher waren es fünf Kilo weniger. Für das abgegebene Gepäckstück werden dann 25 Euro fällig. Bislang sind es 35 Euro.

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    Ryanair-Marketingchef Kenny Jacobs sieht die neuen Vorschriften wegen dieser Vergünstigungen als Service: Ryanair erhofft sich, dass mehr Passagiere ihr Gepäck einchecken, sagt er. Das soll den Abfertigungsprozess beschleunigen, der zurzeit nicht selten durch Umpacken und Auspacken der zahlreichen Handgepäckstücke behindert werde. Wenn das Flugzeug ausgebucht sei, müssten schließlich bis zu 360 Handgepäckstücke verstaut werden.

    Durch die neuen Vorschriften rechnet er nicht mit Mehreinnahmen – im Gegenteil: Ryanair kalkuliert ein Minus von 50 Millionen Euro pro Jahr dafür ein.

    Diese Billigflieger erobern Europa
    Platz 15: Volotea
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    Der Markt für Billigflieger wächst – in Deutschland wie auch in Europa. Zudem sind die Airlines auf Konsolidierungskurs, kleine Linien verschwinden zunehmend, die Branchengrößen wachsen teils deutlich.. Auf Platz 15 der größten Low-Cost-Fluggesellschaften liegt Volotea. Im Januar 2017 verzeichneten die Spanier 228 Starts, auf 82 Strecken verfügten sie über 28.474 Sitze.

    Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Januar 2017

    (Foto: Pedro Aragão CC BY-SA 3.0)
    Platz 14: Jet2.com
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    Eine Billig-Fluggesellschaft mit Tradition: Die Briten mit Sitz in Leeds gingen 2002 aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor. 2014 wurde das Portfolio um Langstreckenflüge nach Nordamerika erweitert. Im Januar flog Jet2.com 142 Strecken an, bei 57.198 Sitzen und 330 Starts.

    (Foto: Wikipedia GNU Free Documentation License)
    Platz 13: Pobeda
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    Der Billigflieger, eine hundertprozentige Tochter der größten russischen Airline Aeroflot, nahm erst im Dezember 2014 seinen Dienst auf. Seit 2016 werden in Deutschland Köln/Bonn und Memmingen angeflogen. Pobeda bedeutet auf Deutsch schlicht „Sieg“ – von diesem ist die Airline im Ranking aber ein gutes Stück entfernt. Im Januar 2017 startete Pobeda 370 Mal, auf 61 geflogenen Strecken boten die Russen 69.930 Plätze an.

    (Foto: dpa)
    Platz 12: Blue Air
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    542 Starts, 86.995 Plätze, 131 Strecken: Das sind die Daten des rumänischen Billig- und Charterfliegers Blue Air mit Sitz in Bukarest. Die 2004 gegründete Airline legt besonders großen Stellenwert auf die Inlandsverbindungen, bei ihrer Gründung wurde sie bewusst als Alternative zu den schlechten Straßen- und Eisenbahnverbindungen Rumäniens konzipiert.

    (Foto: Wikipedia GNU Free Documentation License)
    Platz 11: Air Baltic
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    Air Baltic hat bereits eine bewegte Vergangenheit hinter sich – bei ihrem Start 1995 verfügte die Billigfluggesellschaft über genau eine einzige Maschine, eine Saab 340. Nach einem aufsehenerregenden Kleinkrieg mit der Regierung musste die Airline 2011 schließlich Insolvenz anmelden und wurde verstaatlicht. Im Januar 2017 starteten Air-Baltic-Maschinen 737 Mal, flogen 85 Strecken und boten 67.766 Sitze an.

    (Foto: Wikipedia GNU Free Documentation License)
    Platz 10: Transavia
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    Als Transavia Limburg, später Transavia Holland 1965 gegründet, sind die Niederländer mit Sitz in Haarlemmermeer heute eine Tochter von Air France. Die Billig-Airline unterhält noch bis Oktober einen Stützpunkt auf dem Flughafen München. Im Januar wurden von Transavia bei 897 Starts mit 161.373 Sitzen insgesamt 211 Strecken geflogen.

    (Foto: Reuters)
    Platz 9: Aer Lingus
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    Die nationale Fluggesellschaft Irlands wurde 1936 noch als Aer Lingus Teoranta gegründet, seit September 2015 ist sie eine Tochter der International Airlines Group (IAG), eine Holding mit Sitz in Madrid. Im Januar starteten die Iren 1412 Mal, bedienten 138 Strecken und verfügten über 179.881 Sitze.

    (Foto: AP)

    Das finden die Aktionäre der Fluggesellschaft gar nicht gut. Die Aktie fiel an der Börse zurück. „Als ob es nicht schwer genug ist, mit den Vorschriften der verschiedenen Fluggesellschaften Schritt zu halten“, seufzt Marktbeobachter Neil Wilson von ETX Capital.

    Was die Passagiere von den neuen Regeln halten, wird sich erst im November zeigen – erst dann treten sie in Kraft.

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    1 Kommentar zu "Billigflieger: Ryanair verschärft Handgepäck-Regeln"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Wer GEIZ IST GEIL gut findet, der findet auch Ryanair gut. Man muss nicht mit denen fliegen!

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