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Bitburger, Krombacher, Veltins & Co Kartellstrafen könnten Bier teurer machen

Wenn die fünf führenden Großbrauereien ihre millionenschweren Strafzahlungen wegen illegaler Preisabsprachen auf die Bierpreise umlegen, werden Biertrinker ein zweites Mal zu Kasse gebeten.
19.01.2014 - 15:04 Uhr Kommentieren
Kronkorken der Brauereien Krombacher, Warsteiner, Veltins und Bitburger. Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier Bußgelder in Höhe von 106,5 Millionen Euro verhängt. Quelle: dpa

Kronkorken der Brauereien Krombacher, Warsteiner, Veltins und Bitburger. Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Preisabsprachen bei Bier Bußgelder in Höhe von 106,5 Millionen Euro verhängt.

(Foto: dpa)

Hamburg/München Die millionenschweren Bußgelder gegen mehrere Brauereien wegen verbotener Preisabsprachen dürften die Bierpreise nach einem „Spiegel“-Bericht deutlich steigen lassen. Die Unternehmen würden die Strafzahlungen am Ende wohl an die Kunden weiterreichen, sagte der Chef des Verbands des Deutschen Getränke-Einzelhandels in München, Sepp Gail, dem Nachrichtenmagazin. Die Gewinnspannen bei Bierkästen seien bereits jetzt in vielen Fällen klein, erklärte Gail: „Da sind die Margen sehr gering.“

Laut dem Bericht ist noch unklar, ob die Kunden einen gesetzlich zugesicherten Anspruch auf Schadenersatz wahrnehmen können - sie hätten aus dem betreffenden Zeitraum 2006 bis 2008 die entsprechenden Kassenbelege aufbewahren müssen. Die Brauereien ließen bisher nicht durchblicken, wie sie mit Schadenersatz-Forderungen umgehen wollen.

Das Bundeskartellamt hatte am vergangenen Montag mitgeteilt, gegen Bitburger, Krombacher, Veltins und Warsteiner sowie die westfälische Privatbrauerei Barre Bußgelder von insgesamt 106,5 Millionen Euro verhängt zu haben. Sie sollen unter anderem 2008 Preiserhöhungen für Flaschenbier verabredet haben, die laut Kartellamt zu einer Verteuerung von einem Euro für einen 20-Flaschen-Kasten führte.

Gegen zwei Konzerne und vier regionale Brauereien aus Nordrhein-Westfalen liefen weitere Verfahren. Die Bonner Behörde nannte keine Namen, laut Branchenkreisen soll es um die Radeberger- Gruppe (Oetker) und Carlsberg (Holsten) gehen. Nach Informationen des Magazins „Focus“ drohen den Brauern in diesem zweiten Verfahrensteil noch einmal Strafen von insgesamt weit über 100 Millionen Euro.

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