Black Friday Die sieben Fallen beim Schnäppchen-Shopping

Deutschland im Shopping-Fieber – nicht nur am „Black Friday”. Doch die vermeintliche Rabattschlacht verführt Konsumenten oftmals zu unüberlegten Käufen. Wie Sie sich vor den Black-Friday-Fallen schützen können.
2 Kommentare

Bis 70% Rabatt? So tricksen Online-Händler Käufer aus!

DüsseldorfAm „Schwarzen Freitag“ gehen zahlreiche Händler mit Sonderangeboten auf Kundenfang und geben damit den Startschuss zur heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts. Was Sie zu diesem Aktionstag wissen müssen.

Preise genau vergleichen

Viele Händler werben mit Preisnachlässen von 50, 60 oder 70 Prozent. Doch meist beziehen sich diese Rabatte auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, die ohnehin im Onlinehandel kaum eine Rolle spielt. So hat Amazon nach einer Untersuchung des Vergleichsportals guenstiger.de bei den untersuchten Angeboten seiner Cyber-Monday-Woche 2015 mit Reduzierungen von durchschnittlich 43 Prozent geworben. Im Vergleich zu anderen Onlinehändlern lag die tatsächliche Ersparnis jedoch nur bei 17 Prozent.

Nicht unter Druck setzen lassen

Die Werbung will die Kunden glauben machen, bestimmte Produkte seien nur begrenzte Zeit zu einem günstigen Preis verfügbar. Die Erfahrung aber zeigt: Rabattaktionen wiederholen sich oft. Auch werden die gleichen Produkte meist bei verschiedenen Händlern zu ähnlichen Preisen angeboten, weil viele Aktionen auch von Herstellern gesteuert werden.

Seriosität der Händler überprüfen

Wer sich unsicher ist, ob ein Händler seriös ist, sollte gezielt nach dem Impressum, Hinweisen zum Datenschutz oder der Widerrufsbelehrung suchen. Auch Prüfsiegel wie das von Trusted Shops zeigen, dass es sich um einen seriösen Händler handelt. Fehlen die oben genannten Angaben und ein Siegel, sollten Verbraucher lieber vom Einkauf bei diesem Händler absehen.

Versteckte Kosten beachten

Auf die Höhe der Versandkosten schauen mittlerweile die meisten Kunden. Doch was viele nicht beachten: Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2014 trägt die Kosten für eine Rücksendung bei einem Umtausch grundsätzlich der Kunde. Viele Händler übernehmen diese Kosten freiwillig – einige aber auch nicht.

Die zehn größten Onlinehändler in Deutschland
Platz 10: Apple.com/de
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Im Smartphone-Geschäft top, im Internethandel flop? Nicht ganz, allerdings landet Apple nur auf dem zehnten Platz im Ranking der größten Onlineshops in Deutschland. Das wertvollste Unternehmen der Welt aus Kalifornien macht im deutschen E-Commerce 2015 einen Umsatz von „nur“ 370 Millionen Euro.

Quelle: EHI Retail Institute

Platz 9: Alternate.de
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Dieser Onlineshop ist hauptsächlich im Elektronikgeschäft tätig. Der Versandhändler für Hardware liegt, wie im Vorjahr, auf dem neunten Platz. Der deutschlandweite Umsatz lag 2015 bei 377 Millionen Euro.

Platz 8: Conrad.de
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Mit einem Umsatz von 433 Millionen Euro liegt der Elektronikversandhändler Conrad auch 2015 wieder auf dem achten Platz des Rankings. Das Unternehmen aus dem bayerischen Hirschau betreibt neben dem Onlineshop 25 Filialen in Deutschland.

Platz 7: Tchibo.de
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Das Internet-Geschäft von Tchibo läuft, dennoch verliert der Onlineshop einen Platz zum Vorjahr: 2015 erwirtschaftete Tchibo.de mit Kaffeeprodukten, Kleidung und Möbeln einen Umsatz in Höhe von 450 Millionen Euro und belegt damit den siebten Platz.

Platz 6: Bonprix.de
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Die Otto-Tochter Bonprix wirbt mit günstigen Preisen für Damen-, Herren und Kindermode. Im Vergleich zum Vorjahr kann sich der Onlineshop um einen Platz verbessern und klettert 2015 auf Rang sechs – mit einem Umsatz in Höhe von 485 Millionen Euro.

Platz 5: Cyberport.de
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Cyberport ist auf Wachstumskurs. Nicht nur der stationäre Handel, auch das Online-Geschäft entwickelt sich positiv. Mit einem Umsatz in Höhe von 491 Millionen Euro in Deutschland konnte der Elektrohändler 2015 den fünften Rang, den er schon im Vorjahr belegte, verteidigen.

Platz 4: Notebooksbilliger.de
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Seit zwölf Jahren macht der Online-Händler Notebooksbilliger.de anderen Elektronikhändlern mit besonders günstigen Angeboten Konkurrenz – und das erfolgreich. Das Portal für Unterhaltungselektronik, Computer, Handys und Zubehör landet wie im Vorjahr auf Platz vier mit einem Umsatz von 611 Millionen Euro.

Auf die persönlichen Daten achten

Zahlreiche Websites tarnen sich als Preisvergleichsportale oder Schnäppchenseiten, wollen aber im Grunde nur ein Geschäft mit personenbezogenen Daten machen. Solche sogenannten Affiliate-Seiten speichern persönliche Daten, um sie anschließend weiterzuverkaufen. Deswegen sollten Konsumenten vorsichtig sein bei Eingabe von Daten auf unbekannten Seiten. Doch auch schon der unbedachte Klick auf einen Link kann über Cookies dazu führen, dass man ausspioniert wird.

Vorsicht vor Käufen im Ausland

Speziell bei Käufen bei Händlern, die ihren Firmensitz nicht in Deutschland haben, ist besondere Vorsicht angesagt. Grundsätzlich werden beim Import von Waren aus Ländern außerhalb der EU ab einem Bestellwert von 22 Euro Zollgebühren in Höhe von 19 Prozent des Warenwerts fällig. Außerdem ist bei Bestellung bei ausländischen Händlern die Gefahr größer, Betrügern aufzusitzen.

Rückgaberecht nutzen

Wer doch mal einen Kauf bereut, hat bei Onlinekäufen generell 14 Tage lang ein Rückgaberecht. Die Frist läuft ab dem Moment, wenn die Ware beim Kunden eingetroffen ist. Der Kunde hat das Recht auf Rückzahlung des Kaufpreises, er muss sich nicht mit einem Gutschein abspeisen lassen.

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2 Kommentare zu "Black Friday: Die sieben Fallen beim Schnäppchen-Shopping"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

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