Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Black Friday – Walmart mit neuer Strategie Handelsriese bietet Amazon die Stirn

Totgesagte leben länger: Der weltgrößte Einzelhändler Walmart geht gestärkt in die Weihnachtssaison. Dem großen Konkurrenten Amazon bietet Konzernchef McMillon dabei mit ungewöhnlichen Methoden Paroli.
24.11.2017 - 06:12 Uhr Kommentieren

Rabattschlacht und Schnäppchen – worauf Sie beim „Black Friday“ achten sollten

New York Doug McMillon redet nicht lange drum herum. „Natürlich liegt Amazon wie eine schwere Last auf uns“, gibt der seit fast vier Jahren amtierende Vorstandsvorsitzende des US-Einzelhändlers Walmart offen zu. Er ist nach New York gekommen, um im Economic Club zu sprechen. Amazon – der Branchenriese ist allgegenwärtig.

McMillon weiß, dass der Onlinehändler den gesamten Handel auf den Kopf stellt und dabei auch noch einen großen Vorteil hat: „Amazon kann viel mehr experimentieren. Unsere Aktionäre dagegen wollen sofort Rendite sehen“, erklärt der Walmart-Chef seine Lage.

Dennoch steht das Traditionsunternehmen aus Bentonville in Arkansas nach Ansicht vieler Beobachter heute besser da als je zuvor. Vor allem besser als viele Konkurrenten. Trotz Krisen und Gewinneinbußen in den vergangenen Jahren liegt der Aktienkurs mit mehr als 96 Dollar so hoch wie noch nie. An der Börse ist das Unternehmen 287 Milliarden Dollar wert. Die Analysten überschlagen sich mit Lob für den Einzelhändler.

„Walmart hat sich verändert, und ich glaube, so langsam merken das auch die Menschen da draußen.“ Quelle: AP
Konzernchef Doug McMillon

„Walmart hat sich verändert, und ich glaube, so langsam merken das auch die Menschen da draußen.“

(Foto: AP)

Während Kaufhausketten wie Sears, Kohl’s und Macy’s kriseln und eine Filiale nach der anderen schließen, konnte Walmart den Markt auch im jüngsten Quartal mit Ergebnissen überraschen, die besser waren als erwartet. Damit geht das Unternehmen, das von Lebensmitteln über Kleidung bis zu Spielzeug alles verkauft, gestärkt in die Festtagssaison.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mit Thanksgiving und dem heutigen Black Friday hat in den USA offiziell die Weihnachtssaison begonnen. 69 Prozent der US-Bürger – oder 166 Millionen Menschen – wollen in den Tagen nach Thanksgiving shoppen. Das ergab eine Umfrage des amerikanischen Einzelhandelsverbands. Dabei ist klar, dass immer mehr Menschen online einkaufen werden – auch bei Walmart.

    Was ist passiert? Angesichts des Siegeszuges von Amazon hat Walmart sein Online-Geschäft in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut. Jet.com war der größte Zukauf. Aber auch kleinere Anbieter wie Bonobos, Moosejaw, Hayneedle and ShoeBuy gehören heute dem Konzern.

    Die umsatzstärksten Shopping-Events der Welt
    Platz 10: Deutschland
    1 von 10

    Die Online-Plattform pepper.com hat die umsatzstärksten Shopping-Events der Welt ermittelt. Auf Rang 10 landen der deutsche Black Friday und Cyber Monday. 2016 überschritten deutsche Händler in der Zeitspanne zwischen den beiden Ausverkaufstagen erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro.

    (Foto: dpa)
    Platz 9: Indien
    2 von 10

    Das indische Diwali-Festival (Lichterfest) ist Fest für Religion und Handel zugleich: 1,06 Milliarden Hindus feiern die Rückkehr des Gottes Lord Rama – und erfreuen sich parallel an umfangreichen Rabattaktionen von Amazon & Co. Der Umsatz in diesem Jahr: 1,29 Milliarden Euro.

    (Foto: AP)
    Platz 8: Japan
    3 von 10

    In Japan beschenken am Valentinstag ausschließlich Frauen ihre Männer. Einen Monat später, am sogenannten White Day, sind dann die Herren am Zug: Mit dem Kauf von weißer Schokolade erfreuen sie ihre Partner und Freunde. Der Umsatz der Süßwarenindustrie am White Day 2017: etwa 1,45 Milliarden Euro.

    (Foto: dpa - picture alliance)
    Platz 7: Brasilien
    4 von 10

    Der brasilianische Black Friday besteht zwar erst seit 2012, im Jahr 2016 betrug der Umsatz allerdings schon beachtliche 1,53 Milliarden Euro.

    (Foto: dpa)
    Platz 6: Australien
    5 von 10

    Am Tag nach Weihnachten ist es in Australien mit der Besinnlichkeit schon wieder vorbei: Den Boxing Day nutzen Kunden scharenweise zum Umtausch von Geschenken – und die Händler locken zusätzlich mit Rabattaktionen. Ein lukratives Geschäft, das sich 2016 in einem Gesamtumsatz von 1,53 Milliarden Euro niederschlug.

    (Foto: dpa - picture alliance)
    Platz 5: Dubai
    6 von 10

    Das Dubai Shopping Festival wurde 1996 ins Leben gerufen. Konsumenten profitieren besonders vom steuerfreien Einkauf. Der Umsatz des letzten Festivals lässt sich auf 3,54 Milliarden Euro beziffern.

    (Foto: dpa - picture alliance)
    Platz 4: Mexiko
    7 von 10

    Das größte Shopping-Event Mexikos nennt sich „El Buen Fin“ (zu deutsch: „Das gute Ende“) und wird vom Staat organisiert. 2016 belief sich der Umsatz auf 4,73 Milliarden Euro. Wer am „El Buen Fin“ mit Kreditkarte bezahlt (Preisrahmen zwischen 13 und 540 Dollar) darf sich zudem Hoffnungen auf einen Geldgewinn machen – verlost von der mexikanischen Steuerbehörde.

    (Foto: dpa - picture alliance)

    Das Ergebnis: Laut einer Studie von Tata Consultancy Services steht Walmart in der Verbrauchergunst bei der Suche nach Produkten im Internet mit 39 Prozent auf Platz drei, nach Amazon (77 Prozent) und Google (56 Prozent). Das Onlinegeschäft von Walmart ist dieses Jahr um mehr als 50 Prozent gewachsen – jedes Quartal.

    Nach Ansicht des Oppenheimer-Analysten Rupesh Parikh zieht Walmart heute gemeinsam mit Amazon anderen Einzelhändlern die Kundschaft ab. Auch die Insolvenzanträge von Toys „R“ Us und Sears seien „gute Nachrichten für Walmart“, findet Parikh.

    Dabei will Walmart keineswegs das alte Ladengeschäft vernachlässigen. Im Gegenteil: Auf seiner Website versucht der Konzern sogar, die Kunden in die Läden zu locken. So zeigt Walmart etwa im Internet an, wie viel das Produkt im Laden kosten würde – in der Regel etwas weniger. Das Unternehmen hofft, dass die Kunden doch die Filiale besuchen und vielleicht das ein oder andere Produkt zusätzlich seinen Weg in den realen Einkaufskorb findet.

    „Die Zukunft wird ein Mix aus physischen Läden und online sein“
    Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen
    Mehr zu: Black Friday – Walmart mit neuer Strategie - Handelsriese bietet Amazon die Stirn
    0 Kommentare zu "Black Friday – Walmart mit neuer Strategie: Handelsriese bietet Amazon die Stirn"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%