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Blitzanalyse Adidas wird immer profitabler

Der Sportartikelhersteller verzeichnet gestiegene Margen. Aber ausgerechnet auf dem Heimatmarkt Europa tut sich Adidas weiter schwer.
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Adidas wird unter Kasper Rorsted immer profitabler Quelle: AP
Adidas-CEO Kasper Rorsted

Europas größter Sportkonzern hat am Donnerstagmorgen seine Quartalszahlen vorgelegt.

(Foto: AP)

München Europas größter Sportkonzern hat am Donnerstagmorgen seine Quartalszahlen vorgelegt. Das sind die wichtigsten Fakten.

  • Der Turnschuh-Hersteller hat den Umsatz im zweiten Quartal um fünf Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gesteigert. Zu konstanten Wechselkursen sind die Erlöse um vier Prozent geklettert.
  • Der Gewinn des Dax-Konzerns aus fortgeführten Geschäftsbereichen ist zwischen April und Ende Juni um zehn Prozent auf 462 Millionen Euro gestiegen.
  • Die operative Marge ist ebenfalls geklettert, und zwar um 0,4 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent.

Das fällt positiv auf

Hochprofitabel: Adidas wird unter Kasper Rorsted immer profitabler. Der Däne steht seit fast drei Jahren an der Spitze der Marke, seither ist die operative Marge stark gestiegen. Das erneute Plus im jüngsten Quartal begründet Adidas mit niedrigeren Beschaffungskosten, günstigen Währungsentwicklungen sowie einem verbesserten Produkt- und Vertriebskanalmix.

Vor allem im eigenen E-Commerce läuft das Geschäft prächtig. Positiv ist auch das anhaltend gute Geschäft in China. In der Volksrepublik stiegen die Erlöse im zweiten Quartal währungsbereinigt um 14 Prozent.

Die Investoren dürfte zudem freuen, dass der Umsatz der US-Tochter Reebok wieder gestiegen ist. Bei der seit Jahren angeschlagenen Marke stiegen die Erlöse zu konstanten Wechselkursen um drei Prozent.

Das fällt negativ auf

Ausgerechnet auf dem Heimatmarkt Europa tut sich weiterhin Adidas schwer. In der Region ist der Umsatz zwar nicht mehr gefallen wie in den ersten drei Monaten. Doch die Erlöse stagnierten lediglich. Zudem hatte die Marke mit den drei Streifen mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen.

Daher musste Adidas seine Ware teuer per Luftfracht aus Asien zu den Kunden fliegen lassen. Darüber hinaus war der Konzern gezwungen, mehr Shirts, Shorts und Schuhe verramschen. Adidas selbst spricht von einem „weniger günstigen Preismix“.

Was jetzt passiert

„Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass sich das Umsatzwachstum in der zweiten Jahreshälfte sequenziell beschleunigen wird und bestätigen unsere Umsatz- und Gewinnprognose für 2019“, sagte Vorstandschef Rorsted. Der Konzernlenker verspricht fürs laufende Jahr ein Umsatzplus zu konstanten Wechselkursen von fünf bis acht Prozent.

Die operative Marge soll von 10,8 Prozent im vergangenen Jahr auf bis zu 11,5 Prozent klettern. Der Gewinn soll um zehn bis 14 Prozent steigen. Analysten hatten im Vorfeld bereits mit einem starken zweiten Quartal gerechnet. Die meisten Beobachter erwarten zudem, wie Adidas selbst, eine Beschleunigung im zweiten Halbjahr.

Lokalrivale Puma kam im zweiten Quartal allerdings dynamischer voran und erzielte ein Umsatzplus von währungsbereinigt knapp 16 Prozent. Die Marke mit dem Raubtierlogo steigerte den Gewinn vor Zinsen und Steuern zudem um mehr als ein Drittel. Das Label ist auch fürs gesamte Jahr zuversichtlicher und rechnet mit 13 Prozent höheren Erlösen. Allerdings ist Puma deutlich kleiner als Adidas.

Mehr: Der Adidas-Chef versteht nicht, warum manche Konzernlenker erst jetzt das Thema Klimawandel erkennen. Der Sportkonzern macht mit nachhaltigeren Shirts, Shorts und Turnschuhen Profit.

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